Titel: Preisaufgaben der Gesellschaft der Wissenschaften zu Haarlem für 1831, 32.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. XXII./Miszelle 1 (S. 70)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/mi038022_1

Preisaufgaben der Gesellschaft der Wissenschaften zu Haarlem für 1831, 32.

1) Welche verschiedene Weisen den Zuker zu raffiniren kennt man bisher? In wiefern kann man sich das, was bei denselben geschieht, durch die Chemie erklären? Läßt sich nach den heutigen oder nach erweiterten chemischen Kenntnissen erklären, welche von diesen Raffinirungsmethoden die beste, die vortheilhafteste ist? Man wünscht auch eine Beschreibung und Prüfung der verschiedenen Verfahrungsweisen, die man bisher angewendet hat, um das Sieden des Syrupes auf eine wohlfeile Weise zu beschleunigen, ohne daß der Syrup an den Wanden des Kessels hängen bleibt.

2) Woraus bestehen die Pyrophore? Worin liegt die wahre Ursache der plözlichen Selbstentzündung, welche Statt hat, wenn diese Stoffe der Luft ausgesezt sind? Kann die Lösung dieser Frage erklären, warum einige andere Körper sich von selbst, ohne von anderen brennenden Körpern berührt worden zu seyn, entzünden? Lassen sich hieraus Regeln zur Verhütung der Selbstentzündung ableiten?

Die Auflösung dieser Fragen muß vor dem 1. Januar 1831 eingesendet werden.

Bis zum 1. Januar 1832 muß die Beantwortung der Frage eingesendet werden:

Worin besteht der Unterschied zwischen dem indischen, unter dem Namen Wootz bekannten, Stahle und den übrigen Stahlarten? In wiefern ist es gelungen, diesen Stahl nachzuahmen? Welche Versuche wurden bisher mit Erfolg angestellt, um den Stahl zu vervollkommnen? Da man sich in dieser Hinsicht des Chrom's bediente, und dieses Metall zeither wohlfeiler geworden ist, worin bestehen die Vorzüge des mit Chrom verfertigten Stahles? Welchen einzelnen Gebrauch kann man von den verschiedenen Stahlsorten mit besonderem Nuzen machen?

Die Abhandlungen können in holländischer, französischer, englischer, lateinischer oder deutscher Sprache abgefaßt seyn, und müssen unter den bei Preisfragen gewöhnlichen Formen an Hrn. van Marum, beständigen Secretär der Gesellschaft eingesendet werden.

Der Preis ist eine goldene Medaille von 150 Gulden. Für das Accessit wird eben so viel in Silber bezahlt.

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