Titel: Papin, Erfinder der neuen Wasserhizungsmethode nach Braithwaite's und Ericsson's Weise.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. XXII./Miszelle 16 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/mi038022_16

Papin, Erfinder der neuen Wasserhizungsmethode nach Braithwaite's und Ericsson's Weise.

Bei Gelegenheit einer Erwähnung des Rechtsstreites zwischen Galloway und Braithwaithe-Ericsson, der jezt alle englischen technologischen Zeitschriften |77| füllt, bemerkt Hr. J. W. Boswell (ein sehr achtbarer alter Engländer, der die Erfindungen des Auslandes besser kennt, als viele junge gelehrte Engländer), daß Papin schon vor beinahe 150 Jahren durch Versuche erwies, daß die Hize des Feuers, wenn sie durch eine Röhre geblasen wird, die durch Wasser läuft, das Wasser schneller heizt, als irgend eine andere Heizungsvorrichtung. Er ließ eine gebogene 24 Fuß lange Röhre durch ein 8 Fuß langes, 5 Fuß breites und hohes Wassergefäß laufen, und machte dieses Wasser mit 5 Pfd. Holzkohlen dampfend heiß; er verbrannte auch den Rauch vollkommen, indem er die Luft abwärts durch das Feuer blies, das oben in einer gebogenen Röhre angezündet ist: er zog das hessische oder Centrifugal-Gebläse vor. Papin's Abhandlungen über seine Versuche finden sich in den Phil. Trans. vom J. 1685, in den Act. Erudit. 1690; sie wurden von diesen gelehrten Akademien seit 150 Jahren eben so wenig in's Leben gebracht, als der Arbeiter, der sie brauchen konnte, seit 150 Jahren wußte, daß in den Phil. Trans. und Act. Erud. etwas für ihn Brauchbares zu finden ist. Dieß zeigt, im Vorbeigehen, wie sehr gelehrte Gesellschaften, in der Form, in welcher sie 150 Jahre lang bestanden, den Künsten und Gewerben nüzlich wurden.

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