Titel: Oehl in's Feuer schütten, oder Londoner Feuerlöschanstalten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. XLIX./Miszelle 19 (S. 155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/mi038049_19

Oehl in's Feuer schütten, oder Londoner Feuerlöschanstalten.

Am 11. August brach zu London mitten in der Stadt, Bartholomew-Close, ein Feuer aus, das um nicht weniger als 200,000 Pfd. (2 Millionen) niederbrannte. Das Feuer kam nämlich in dem Waarenlager der HHrn. Houghton und Messenger, Oehlhändler, aus, wo eine ungeheure Menge Oehles aufgespeichert lag. Es verging eine halbe Stunde, ehe Feuersprizen herbeikamen, und, als diese kamen, floß das Oehl bereits in Strömen und mengte sich mit dem Wasser in den Wasserleitungsgraben, aus welchem die Sprizen gefüllt wurden. Man entdekte dieses Unheil erst dann, nachdem man schon einige Zeit mit diesem Wasser buchstäblich Oehl in's Feuer gesprizt hatte. An diesem Oehlmagazine war eine große Tapeziererei, eine Drukerei, eine Gerberei und eine Nationalschule etc., welche gleichfalls niederbrannten. Am Ende des Brandes entzündete sich auch noch der Pulvervorrath im Magazine des Hrn. Houghton, und die Trümmer, die durch diese Explosion entstanden, wurden bis Newgate-Street geschläudert. (So steht's mit der Feuerpolizei zu London unter Staatssecretär Peel im J. 1830.) Globe. Galignani 4810.

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