Titel: Paradoxon bei Flüssigkeiten von verschiedenen specifischen Schweren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. XLIX./Miszelle 23 (S. 156–157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/mi038049_23

Paradoxon bei Flüssigkeiten von verschiedenen specifischen Schweren.

Dr. Hancock theilt im Edinburgh Journal of Science; Julius, 1830, S. 48. folgende Beobachtungen mit:

Wenn man gleiche Theile Schwefel-Aether, Alkohol und Lorberöhl zusammenmengt, so schwimmt das Lorberöhl auf dem Gemenge von Schwefel-Aether und Alkohol von 28°, obschon es die schwerere Flüssigkeit ist, um 4° am Aräometer schwerer, als die Mischung von Alkohol und Aether. Hier scheint die Affinität des Aethers zu dem Lorberöhle die specifische Schwere des lezteren zu überwinden.

Wenn man ferner in eine kleine mit Lorberöhl gefüllte Flasche in verschiedenen Zwischenräumen etwas rectificirten Weingeist gießt, wird man bemerken, daß Kügelchen des lezteren Stunden und Tage lang, und wer weiß wie lang, auf und nieder steigen. Es zeigt sich auch eine kreisförmige Bewegung in dem Oehle, und die Kügelchen des Weingeistes ziehen sich wechselweise an und stoßen sich ab, |157| bis sie endlich flach werden und sich in die unterste wässerige Schichte begeben. Es hat hier ein Spiel Statt, wie bei Planetensystemen.

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