Titel: Ueber Stärkmehl aus Erdäpfeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. LXVIII./Miszelle 14 (S. 246)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/mi038068_14

Ueber Stärkmehl aus Erdäpfeln.

Man hat in Frankreich mit gutem Erfolge aus gefaulten Erdäpfeln Stärkmehl bereitet. (Vergl. Mémorial de l'Yonne, Mars. 1830.) Herr Verollot fils bemerkt dagegen, daß die 38 p. C. Erdäpfel-Stärkmehl, die man aus den gefaulten Erdäpfeln erhielt, viel zu viel wären, indem man aus gesunden Erdäpfeln nur 12 bis 18 p. C. erhält; daß hier wenigstens die Hälfte Brei oder Parenchym beigemengt gewesen seyn müßte. Man bemerkt nun am ang. Orte gegen Hrn. Verollot, daß schon Vauquelin, auf dessen Genauigkeit man sich verlassen konnte, darauf aufmerksam machte, daß verschiedene Erdäpfelsorten verschiedene Mengen von Stärkmehl enthalten; daß die sogenannte Orpheline z.B. 28 p. C. Stärkmehl gibt; daß, nach Payen, man immer 20 p. C. Stärkmehl auf frische Erdäpfel rechnen kann, folglich auf faule, die schon einen Theil ihres Vegetationswassers verloren haben, noch mehr gerechnet werden muß; daß, selbst wenn man auch die dachziegelförmige Erdäpfelsorte genommen hätte (l'imbriquée), welche 18,5 p. C. Parenchym und nur 5,2 Stärkmehl gibt, oder die Parmentière, die 18,9 p. C. Parenchym liefert, man doch nie so viel Parenchym erhalten haben würde, als Hr. Verollot angibt. Vauquelin fand nur 1 1/2, zuweilen nur 1 p. C. echtes Parenchym in Erdäpfeln. Das aus den gefaulten Erdäpfeln erhaltene Stärkmehl war übrigens vollkommen rein, und löste sich in kochendem Wasser ohne allen Rükstand auf, gab auch mit Schwefelsäure die gehörige Menge Syrup. (Bulletin d. Scienc. techn. 1830. Juin. S. 141.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: