Titel: Förderung der Wissenschaften in England.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. CIV./Miszelle 20 (S. 414)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/mi038104_20

Förderung der Wissenschaften in England.

Das Quarterly Review enthält eine lange Liste berühmter und verdienter Männer, welche die englische Regierung auf eine schändliche Weise vernachlässigt hat. Seit Karl I. wurde kein Genie in England mehr belohnt und alle wissenschaftlich berühmten Männer gingen unbelohnt zu Grabe. Davy wurde, der Einzige, in Adelstand erhoben. Nach seinem Tode kam ihm auch noch die Kirche zu Hülfe. Eine steinerne Tafel, 3 Fuß 6 Zoll lang, 2 Fuß 6 Zoll breit, und etwas über 3 Zoll dik, die zwei Männer überall hin tragen können, wurde so eben in der Westminster-Abtei errichtet. Das Capitel dieser Abtei wußte den Werth, welchen dasselbe auf Davy's Verdienste und auf dessen Andenken legt, nicht besser zu beweisen, als daß es 120 Pfd. Sterl. (1440 fl.) als Taxe für die Erlaubnis) forderte, daß dieser Stein in der Westminster-Kirche liegen dürfe. Nicht genug. Das Capitel forderte überdieß noch halbe Leichen-Stollgebühr zu 22 Pfd. Sterl. (264 fl.). Die Calviner zu Genf haben Hrn. Davy taxfrei begraben, das Capitel zu Westminster erweist ihm die Ehre seine Witwe für einen Leichenstein 142 Pfd. Sterl. bezahlen zu lassen! (Globe Galignani. N. 4873.)

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