Titel: Verkohlung des Holzes bei niedrigen Temperaturen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. CXXI./Miszelle 27 (S. 463)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/mi038121_27

Verkohlung des Holzes bei niedrigen Temperaturen.

Hr. Karl May, Chemiker zu Ampthill, schikte mir, sagt Hr. P. im Philos. Magaz. November 1830. S. 383. einige Stüke Holz, sie bei einer sehr niedrigen, aber lang anhaltenden Temperatur beinahe vollkommen verkohlt wurden. Diese Stüke Holzes sind aus dem Boden eines Fasses von ungefähr 130 Gallons, in welchem er in seinem Laboratorium beinahe vierthalb Jahre lang und ununterbrochen fort eine schwache Auflösung von Kochsalz, meistens mit einer offenen Dampfröhre, zuweilen, obschon selten, mittelst eines Wurmes Statt. Die Temperatur war selten höher als 216 bis 220° F. (+ 73 bis 76° Réaum.) und das Faß war mit gewalzten Zinnblättern von 1/16 Zoll Dike ausgefüttert, die von innen aufgenagelt waren: indessen waren diese Zinnblätter nicht so gut zusammengefügt daß nicht das Wasser zwischen das Zinn und das Holz hätte treten können. Hr. May sagte ferner: er habe schon vor langer Zeit bemerkt, daß, wenn er mittelst Dampfes von sehr mäßigem Druke Extracte bereitet, er alle scheinbaren Wirkungen des Anbrennens hervorbringen konnte, daß ihm jedoch eine so vollkommene Verkohlung des Holzes, wie diese, ganz unerwartet kam. Das Faß war theils aus Föhren-, theils aus Eschenholz: ersteres war vollkommen in Holzkohle verwandelt.

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