Titel: Räder für sandige Gegenden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1830, Band 38, Nr. CXXI./Miszelle 5 (S. 457)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj038/mi038121_5

Räder für sandige Gegenden.

Im Pamietnik Warszawski, Oct. 1829, Bullet. d. Sc. techn. Oct. 1830 S. 275. sind folgende Räder für sandige Gegenden (pour les sables de Brandebourg) angegeben. Da wir auch in Bayern (um Nürnberg besonders) noch Sandwege haben, in welchen man mit gewöhnlichen Wagen versinkt, so wollen wir diese Räder beschreiben, die, unter gehörigen Abänderungen, selbst für Lastwagen mit recht breitem Geleise mit Vortheil, wie es scheint, benüzt werden können.

Auf der Nabe befindet sich eine doppelte Reihe von Speichen. Jede Speiche verläuft von der Nabe gegen den Umfang, wie gewöhnlich, als Halbmesser, jedoch nur auf zwei Drittel ihrer Länge: am Anfange des dritten Drittels theilt sie sich, und zwei Seitenarme laufen unter gleichen Winkeln in die Felgen. Diese Felgen (es sind zwei Felgenkreise, für jede Reihe von Speichen einer) sind so dünn als möglich. Der Zwischenraum zwischen den beiden Felgenkreisen wird nun mit Brettchen belegt, die nicht viel diker sind, als Schindel, und die mittelst Schraubenbolzen auf denselben befestigt werden. Es ist hier das Kantenprincip bei den Speichen und bei den Felgen angewendet, das selbst bei sehr schweren Wagen sich brauchbar zeigen wird, wenn man Versuche anstellen will. Unsere Räder sind verhältnißmäßig um eben so viel zu schwer, als es unsere Hausdächer sind, und als es die Schiffe waren.

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