Titel: Neue Pumpe zur Füllung der Kessel mit hohem Druke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 39, Nr. LVI. (S. 162–163)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj039/ar039056

LVI. Neue Pumpe zur Füllung der Kessel mit hohem Druke.

Aus dem Register of Arts. October 1830. S. 154.

Mit einer Abbildung auf Tab. III.

Es scheint uns kein besseres Mittel gegen das Springen der Dampfkessel mit hohem. Druke vorhanden, als eine gute Drukpumpe, die der wesentlichste Theil an einer solchen Maschine ist: denn es entstand mehr Unheil durch Fehler an diesem Theile, als an irgend einem anderen. Alle gewöhnlichen Klappen, in jenem Sinne, in welchem man dieselben gewöhnlich nimmt, sollten vermieden werden.

Sir Jakob C. Anderson hat eine Pumpe vorgeschlagen, welche, ihrer außerordentlichen Einfachheit nach zu urtheilen, zu diesem Zweke ganz geeignet zu seyn scheint: eine Skizze hiervon zeigt Fig. 36. Das Wasser tritt durch Oeffnungen, die durch das obere Ende der Röhre durchgebohrt sind, in diese Röhre, a, ein, wenn der Stämpel, b, in die hier gezeichnete Lage gehoben ist. Wenn der Stämpel seinen Stoß zurük macht, wird eine metallne Kugel, c, gehoben, und eine Menge Wassers, die jener gleich kommt, welche in der Röhre zwischen den Oeffnungen und dem tiefsten Punkte des Stoßes enthalten ist, wird in den Kessel getrieben. Da die Kugel durch die Gewalt des Drukes des Dampfes gegen ihr Lager getrieben wird, so hindert sie den Rüktritt des Wassers kräftig, und da keine Einführungsklappe in die Pumpe vorhanden ist, so kann das Wasser nicht in die Nachfüllungs-Cisterne zurük getrieben werden, wie es öfters bei den gewöhnlichen Pumpen der Fall ist, wenn die Klappe in Unordnung geräth.

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Man kann hier einwenden, daß der Stämpel dieser Pumpe bei seinem Zuge oder Stoße nach aufwärts gegen den Druk der Atmosphäre wirkt: allein die Pumpe ward hier bloß bei einer Dampfkutsche für einen Röhrenkessel gebraucht, der unter sehr großem Druke arbeitete. Die Kraft, die auf diese Weise von der Maschine durch den aufsteigenden Stoß abgezogen wurde, war also weniger als 1/200, und folglich von weit geringerer Wichtigkeit, als ein regelmäßiger Zufluß des Wassers, in Folge dessen die Kessel öfters rothglühend werden.

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