Titel: Ueber Barnard's Rettungsanker.
Autor: Thorold, W.
Fundstelle: 1831, Band 39, Nr. LIV./Miszelle 10 (S. 154)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj039/mi039054_10

Ueber Barnard's Rettungsanker.

Wir haben neulich von dieser Vorrichtung (Polyt. Journ. Bd. XXXIX. S. 4. Nachricht gegeben. Im Mech. Mag. N. 382. 4. Sept. S. 252. bemerkt Hr. W. Thorold, daß Hrn. Barnard's Idee nicht leicht ausführbar seyn wird. Der Anker wird sich (wenn auch ein schwimmender Anker leichter zu machen wäre als er es nicht ist) wegen der unendlich vielen Krümmungen der Wogen im Sturme leicht zu Grunde senken, und dann dient er weniger als gar nichts; denn, wenn er nicht nahe genug am Ufer ist, um den Schiffbrüchigen sicher durch die Brandung helfen zu können, so ist es besser, die Schiffenden bleiben am Borde ihres Wrakes. Die einfachste Methode ist, ein großes leeres Faß gut zu verspunden, an einer Tiefleine zu befestigen und diese nachzulassen, bis das Faß die Brandung erreicht. Wenn Manby's Fang darüber abgefeuert wird, so hascht er wahrscheinlich die Leine. Ein großes vierekiges Stük Holz würde vielleicht noch besser dienen, zumal wenn es einmal bis an das Ufer gelangte. Hr. Wheatley wurde einmal durch einen Newfoundland-Hund gerettet, der die Tiefleine (deap sea-line) um den Hals gewunden hatte. Eben dieser Hr. Wheatley hat erwiesen, daß meine Leine nach meiner Art auf meinem Haspel aufgewunden weiter geschossen werden kann, als nach jeder anderen. Es ist traurig, daß die Seeleute gewöhnlich so viel Vorurtheil gegen alle Vorrichtungen für den Fall eines Schiffbruches haben, und nichts davon an Bord wissen wollen.

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