Titel: Blaue Farbe aus Buchweizen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 39, Nr. LXXVI./Miszelle 8 (S. 230)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj039/mi039076_8

Blaue Farbe aus Buchweizen.

Im Mech. Mag. N. 381. 27. Novbr. 1830. S. 240. wird, ohne Angabe der Quelle, folgende Bereitungsart einer blauen Farbe aus Buchweizen (Polygonum Fagopyrum) empfohlen. Man rauft den Buchweizen aus der Erde, noch ehe der Same ganz hart geworden ist, und legt ihn auf der Erde in die Sonne, bis er troken geworden ist, und der Same leicht los wird. Wenn dieser endlich abgesondert wurde, wirft man das Stroh oder Kraut auf Haufen, befeuchtet es, und läßt es gähren, bis es endlich anfängt sich zu zersezen, wo es dann eine blaue Farbe annimmt. Nun muß es in Kuchen geformt werden, die, in der Sonne oder am Ofen getroknet und dann im Wasser gesotten, dieses haltbar blau färben, so daß weder Weinessig noch Schwefelsäure diese Farbe verändert. Alkali röthet dieses Blau, und Galläpfel machen es leicht schwarz, und endlich durch Verdampfung schön grün. Man kann schön und haltbar blau damit färben. „(Jakobson im techn. Wörterb. und Böhmer kannten den Buchweizen als blaues Farbenmaterial, und mehrere Polygone werden beim Troknen durch Gährung blau. Es wäre der Mühe werth Versuche anzustellen.)“

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