Titel: Ausfuhr und Einfuhr in England.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 39, Nr. XCVIII./Miszelle 18 (S. 407–408)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj039/mi039098_18

Ausfuhr und Einfuhr in England.

Die Ausfuhr englischer Manufacturwaaren war im verflossenen Jahre lebhafter als in einigen der vorhergehenden Jahre. Der Hauptzuwachs hatte in Baumwollwaaren und Baumwollgarn Statt, und zwar sowohl nach dem Continente, als nach Ost- und West-Indien und anderen Gegenden. Der angegebene Werth der im Jahre 1830 ausgeführten Baumwollwaaren beläuft sich nämlich, der Schäzung hierüber zu Folge, auf beinahe 32 Mill. Pfd. Sterl., während er im Jahre 1829 unter 28 und im J. 1828 an 29 Millionen betrug. Die Ausfuhr englischer Wollenwaaren nahm hingegen etwas ab, denn der Werth der im J. 1830 verschifften Waaren dieser Art wird nicht über 5 1/2 Millionen geschäzt, während er sich im vorhergehenden Jahre auf 5 3/4 Millionen belief. Die Ausfuhr englischer Seidenwaaren nimmt langsam, aber allmählich zu; denn der Werth der Ausfuhr dieser Artikel betrug im J. 1830 250,000 Pfd., im J. 1829 hingegen 180,000 Pfd. Die Frage nach englischen und irländischen Manufacturwaaren für den Continent, die Colonien und andere fremde Märkte, war im J. 1830 nicht so lebhaft, als im J. 1829, obwohl Waaren von einem angeblichen Werthe von 3 Millionen verschifft wurden. Die Ausfuhr an Messing-, Kupfer-, Zinn- und Stahl-Waaren |408| war größer als im J. 1829; und man erwartet, daß der Ueberschuß in anderen Zweigen der Ausfuhr im Vergleiche mit dem J. 1829 beinahe einen Werth von 3 Millionen darstellen wird. In dem Werthe der Ausfuhr fremder und Colonial-Waaren hatte nur ein geringer Zuwachs Statt. An Baumwolle wurde im J. 1830 ein Werth von 2 1/4 Millionen, im J. 1829 aber nur von 1 1/2 Millionen ausgeführt; die Ausfuhr von Kaffee, Zuker und Rum hingegen nahm ab. – Die Einfuhr war nicht so groß als in den 2 bis 3 vorhergehenden Jahren, und der Gesammtwerth der Einfuhr von 1830 beträgt ungefähr um eine Million weniger als jener der Einfuhr von 1829. Die Einfuhr von Seidenzeugen und europäischen Baumwollwaaren, so wie von Baum- und Schafwolle nahm ab. Der Werth der im J. 1830 eingeführten Baumwolle beträgt beiläufig 7 1/4 Mill. Pfd. Sterl.; der amtliche Werth des Thee's nicht viel über 3 Mill., während er im J. 1828 sich beinahe auf 4 Mill. belief. Die Getreideeinfuhr überstieg jene aller früheren Jahre, denn der angegebene Werth betrug 3 1/2 Mill., während er im J. 1829 kaum 1 1/2 Mill. überstieg. Die Einfuhr indischer Baumwollenwaaren scheint allmählich zuzunehmen, und betrug im lezten Jahre beinahe das Doppelte von jener des Jahres 1828, nämlich 500,000 Pfd. Die Einfuhr von Zuker, Kaffee und Gewürzen im Allgemeinen steht unter jener des Jahres 1829. Der Werth aller aus fremden Häfen eingeführten Waaren ward im J. 1830 auf 42 1/4 Mill. Pfd. Sterl. geschäzt. (Herald. Galignani. N. 4951.)

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