Titel: Künstlicher hydraulischer Mörtel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 41, Nr. XXXVII./Miszelle 12 (S. 154–155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj041/mi041037_12

Künstlicher hydraulischer Mörtel.

Das Philosophical Magazine und Annals of Philosophy gibt im Junius-Hefte 1831 S. 441. eine sehr kurze Notiz über die Abhandlung, welche der Brevetoberst E. W. Pasley, in den Sizungen der Royal-Society vom 26. März |155| und 44. April, über seine Versuche zur Erzeugung eines künstlichen hydraulischen Mörtels vorlas. Es geht aus dieser Notiz nur hervor, daß Hr. Pasley räth, man soll den Mörtel nicht in zwei Schichten, sondern nur in Einer auftragen, indem auf diese Weise eine größere Festigkeit erreicht wird; daß es ihm gelang, auf verschiedene Weise künstlichen hydraulischen Mörtel zu erzeugen, der dem natürlichen in allen seinen Eigenschaften vollkommen gleichkommt, und daß er mit seinem Mörtel Versuche im Großen anstellte, deren Resultat er zu seiner Zeit vorlegen wird. Aus seinen Versuchen zieht Hr. Pasley den allgemeinen Schluß, daß bei Erzeugung eines künstlichen hydraulischen Mörtels kohlensaurer Kalk die Hauptingredienz ist, und daß diesem zunächst die Kiesel- und Thonerde stehen. Diese drei Bestandtheile allein gaben schon sehr guten hydraulischen Mörtel, durch einen geringen Zusaz von Eisenprotoxyd, Blei- oder Braunsteinoxyd wird derselbe aber noch besser, indem diese Oxyde eine innigere Verbindung der Erden, und eine schnellere und dauerhaftere Erhärtung der Masse hervorzubringen scheinen. Die Versuche, welche Hr. P. anstellte, um durch Mischung von calcinirtem Kalke und kohlensaurer Bittererde, lithographische Steine zu erzeugen, gelangen jedoch nicht, indem die verfertigten Steine nicht dicht genug wurden.

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