Titel: Van Gobbelschroy's Knetmaschine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 41, Nr. XXXVII./Miszelle 14 (S. 155–156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj041/mi041037_14

Van Gobbelschroy's Knetmaschine.

Diese Maschine besteht aus einem halbkreisförmigen, hölzernen Baktroge, dessen Größe nach der Quantität des zu verarbeitenden Teiges verschieden ist, und aus zwei hölzernen, oder besser eisernen, Cylindern, die man mit Furchen versehen könnte, und welche sich gleichzeitig bewegen. Um das Rosten der Cylinder zu vermeiden, kann man dieselben verzinnen, oder sie für kleine Knetmaschinen zum Hausgebrauche ganz aus Zinn verfertigen lassen. Die Cylinder laufen der ganzen Länge nach parallel mit dem Baktroge; man kann sie nach Belieben einander nähern, oder sie von einander entfernen, und zwar mittelst Nußschrauben oder durch irgend einen anderen Mechanismus; ihre Bewegung kann gleich oder ungleich seyn, d.h. ihre Umdrehung kann an beiden gleichmäßig, oder an dem einen schneller, als an dem anderen seyn, je nachdem es die Erfahrung als vortheilhafter bewährt. Um diese Ungleichheit der Bewegung zu erhalten, braucht man dieselben nur mit ungleich numerirten Rädern zu versehen. Die Cylinder erhalten ihre Bewegung durch ein Getrieb, welches mit einer Kurbel mit der Hand, oder mit irgend einer anderen Bewegungskraft in Bewegung gesezt wird. An dem unteren Theile des Troges ist der ganzen Länge nach eine Thüre angebracht, die sich durch Charniere öffnet, und die durch Sperriegel geschlossen werden kann. Diese Thüre ist nach Innen gegen den Trog so gerichtet, daß sie den Umrissen der Cylinder folgt, und eine scharfe Gräte bildet, welche den Teig zwingt sich zu theilen, und zum Theile den oberen Theil der Cylinder zu suchen, zum Theile wieder neuerdings zwischen die Cylinder zu treten. Der innere Theil des Troges ist an der Seite und der ganzen Länge nach mit zwei Blättern aus Holz oder besser aus Eisenblech, welches auch verzinnt seyn kann, besezt; diese Blätter können sich einander nähern, und sind für den Fall bestimmt, wenn der Teig sich nicht zwischen die Cylinder begeben wollte. Dieser Theil des Apparates scheint jedoch nicht durchaus nothwendig zu seyn. Die ganze Maschine ruht auf einem festen Gestelle. (Aus dem Industriel belge. 1829. Septbr. S. 239. im Bulletin d. Scienc. techn. 1830 Août S. 361. Der Bulletin scheint das Unzwekmäßige dieser und anderer |156| Knetmaschinen gefühlt und es dadurch ausgedrükt zu haben, daß er unmittelbar nach Anführung Gobbelschroy's Knetmaschine einen kurzen Auszug aus dem Aufsaze des ehrwürdigen Wiener Bäkermeisters über Knetmaschinen gibt, der im Polytechn. Journale Bd. XXXVI. S. 111. erschien, und auf den wir hier zur Würdigung dieser belgischen Knetmaschine neuerdings verweisen.)

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