Titel: Oberägyptische Ziegen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 41, Nr. LIII./Miszelle 16 (S. 240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj041/mi041053_16

Oberägyptische Ziegen.

Hr. V. Carmignani gibt im Giornale agrario toscano 1830 N. 13. eine genaue Beschreibung und Zeichnung einer oberägyptischen Ziege, welche er im Jahre 1826 zu Livours kaufte. Der große und unbestreitbare Nuzen dieses Thieres ergibt sich aus der Gelehrigkeit desselben, und aus der Quantität und Qualität der Milch, welche es gibt. Gut genährt und im Stalle gehalten, gibt nämlich eine solche Ziege täglich 6 und sogar 6 1/2 Pfund Milch, während eine gewöhnliche Ziege nicht über 3 Pfd. gibt. Eine oberägyptische Ziege gibt mithin, dem Gewichte nach, beinahe so viel Milch, als sie des Tages Nahrung zu sich nimmt. Hr. Carmignani hat daher einen neuen Transport solcher Ziegen aus Aegypten kommen lassen, theils um diese Race in Italien zu vermehren, theils um die gewöhnliche Race zu veredeln. Biblioteca italiana. 1830 April S. 115. (Unsere bayerische Ziegen sind, einige Gebirgsgegenden ausgenommen, so schlecht, wie unsere bayerischen Schafe und unser Rindvieh. Es wäre sehr zu wünschen, daß auch bei uns solche ägyptische Ziegen eingeführt würden, die gewiß gut gedeihen würden, da Oberägypten ein sehr gebirgiges Land ist. Allein dieß wird wohl ein bloßer Wunsch bleiben, so gut wie die Einführung der Tibetanischen Ziege in unseren Alpen, wo sie trefflich gedeihen müßte. Es ist doch sonderbar, daß bei uns, wo in so vielen Zweigen der Staatswirthschaft der Bock zum Gärtner gemacht ist, auch nicht ein Mal für die Ziegen etwas geschieht!)

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