Titel: Ueber Seidenzucht in Piemont.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 41, Nr. LXXXVIII./Miszelle 13 (S. 396–397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj041/mi041088_13

Ueber Seidenzucht in Piemont.

Hr. Intendant Francesco Lancisa gab in den Memorie della reale Accademia delle scienze di Torino T. XXXIV. einen Discorso über die Seidenindustrie in den piemontesischen Staaten, der in historischer und statistischer Hinsicht sehr interessant ist, und aus dem hervorgeht, daß, obwohl die piemontesische Seide noch immer vor allen übrigen bedeutende Vorzüge hat, doch die Fabrikate Piemont's heute zu Tage kaum mehr etwas höher geschäzt werden, als jene anderer Länder, und besonders als jene der Lombardie. Dieß ist ein neuer Beweis, daß bei dem besten Materiale die Industrie eines Staates zu Grunde gehen kann, wenn nicht dafür gesorgt wird, daß die intellectuellen Kräfte der Fabricirenden in demselben Maße vorwärts schreiten wie in anderen Ländern. Um nun diesem Industriezweige, dem Piemont so viel zu verdanken hatte, wieder neues Aufleben zu verschaffen, empfiehlt Hr. Lancisa vorzüglich, die Ausfuhr der rohen Seide, mit der man sich in neueren Zeiten beinahe allein mehr abgab, zu beschränken, so daß die Leute gezwungen werden, Kopf und Hände anzuwenden, |397| um ihren Nachbarn das Gleichgewicht zu halten, oder sie zu übertreffen. Dieß dürfte jedoch für sich allein nicht hinreichen, wenn man nicht zugleich für die gründliche Bildung von Fabrikanten durch zwekmäßige Unterrichtsanstalten sorgt. (Biblioteca italiana 1831 Guigno S. 335.)

Suche im Journal   → Hilfe
Stichwortwolke
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: