Titel: Ueber die Blumen der Acacia farnesiana.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 41, Nr. LXXXVIII./Miszelle 15 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj041/mi041088_15

Ueber die Blumen der Acacia farnesiana.

Unter dem Namen Acacia- oder Cassiablumen kommen im Handel gegenwärtig häufig die Blumen der Acacia farnesiana Willd. (Mimosa farnesiana Linn., auch Mimosa odorata farnesiana genannt) vor, die in größer Menge auf den Antillen wächst, und auch schon im südlichen Europa und nördlichen Afrika wegen des Wohlgeruches gezogen wird, den ihre Blumen verbreiten. Die Blumen bilden dunkelgelbe Köpfchen, und als solche finden sie sich auch im Handel. Man verwendet sie vorzüglich in des Parfümerie, um den Gegenständen, die man wohlriechend machen will, einen Geruch zu geben; auch die Creolinnen brauchen sie, um ihre Zimmer und ihre Kleider damit zu parfümiren. Ihr Geruch ist eigen, angenehm und nicht wohl zu beschreiben; er theilt sich leicht dem Wasser, dem Weingeiste und fetten Körpern mit. Auch in der Medicin werden dieselben im Aufgusse angewendet. Sezt man einem mit diesen Blumen bereiteten Syrupe Weingeist zu, so erhält man eine Flüssigkeit, welche vollkommen den Geschmak der bekannten und vortrefflichen westindischen Liqueure hat. Hr. Bonastre glaubt daher, daß diese Liqueure den eigenen Geschmak, der dieselben so sehr auszeichnet, vorzüglich diesen Blumen verdanken. (Journal de Pharmacie 1831. Juillet S. 419.)

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