Titel: Unglüksfall auf der Eisenbahn zwischen Liverpool und Manchester.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 41, Nr. LXXXVIII./Miszelle 3 (S. 392)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj041/mi041088_3

Unglüksfall auf der Eisenbahn zwischen Liverpool und Manchester.

Samstags, den 6. August, als eine fortschaffende Maschine (Dampfwagen) fünf mit Waaren beladene Wagen nach Manchester zog, ward dieselbe aus den Geleisen der Eisenbahn geworfen und ganz umgestürzt, so daß der Maschinist und der Heizer unter den Kessel kamen. Als man sie herauszog, war der lezte todt, und der erste lebte nur noch 1 1/2 Stunden. (Galign. Messeng. 13. Aug. 1831.)

(Es ist dieß, leider! nicht der erste Unfall dieser Art, und wird auch nicht der lezte seyn, so lange man die gegenwärtig fast allgemein eingeführte Bauart von Eisenbahnen mit erhabenen Schienen (Edge-rails) beibehält. Denn da hierbei die Räder, um die Seitenreibung möglichst zu vermindern, nur durch einen schmalen, in schräger Richtung vorspringenden Rand auf den flachen und schmalen Schienen in ihrer Richtung erhalten werden, so muß der kleinste Stein, ein Stük Holz, oder irgend ein anderer zufälliger Weise quer über eine Schiene gefallene harte Körper bei einer außerordentlich schnellen Bewegung der Wagen das Hinausschleudern und Umstürzen derselben unvermeidlich verursachen.

Wenn daher durch die von Hrn. Ritter von Baader angekündigten Verbesserungen auch diese Gefahr entfernt wird, wie derselbe in seiner Anzeige (erstes Juliusheft des polytechn. Journ. S. 13.) versichert, daß seine fortschaffenden Maschinen, so wie die übrigen Wagen so gebaut sind, daß sie nie über die eisernen Geleise hinaus geworfen werden können,“ so erhalten seine Erfindungen einen desto höheren Werth. D. R.)

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