Titel: Ueber die Farbe des ostindischen Nankins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 41, Nr. LXXXVIII./Miszelle 9 (S. 394)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj041/mi041088_9

Ueber die Farbe des ostindischen Nankins.

Hr. Virey sagt im Journal de Pharmacie 1831 Juillet S. 390, daß der in Indien fabricirte Nankin nicht bloß mit der Wurzel der Oldenlandia umbellata gefärbt werde, sondern, daß man einen großen Theil des ostindischen Rankins aus der Wolle einer Baumwollenstaude verfertigt, die von Natur aus die Nankinfarbe besizt. Linné (nicht Roxburgh, wie im Journal de Pharmacie steht) nannte diese Art Baumwollenstaude Gossypium religiosum, weil sie von den Braminen verehrt wird, da sie keiner Färbung, die ihnen eine Verunreinigung scheinen würde, bedarf. Diese Wolle, welche die Samen des Gossypium religiosum umgibt, ist äußerst fein, und mehr seidenartig, als die gewöhnliche Baumwolle, und verliert weder in der Luft, noch unter den sengenden Sonnenstrahlen Indiens, noch durch Waschen, auch nur im Geringsten ihre Farbe. Wir bemerken hierzu nur noch, daß die Baumwolle, welche man in unseren Gärten von dieser Baumwollenstaude erhält, die viel höher wird als die gewöhnliche, viele Jahre dauert, und einen ganz holzigen Stamm bekommt, auch so ziemlich die Nankinfarbe besizt, so daß es kaum zu bezweifeln ist, daß vieler Nankin aus derselben verfertigt wird.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: