Titel: Billard aus Gußeisen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 41, Nr. XCVIII./Miszelle 6 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj041/mi041098_6

Billard aus Gußeisen.

Wir freuen uns unseren Lesern die glükliche Ausführung der Idee, Billardtafeln aus Eisen zu gießen, ankündigen zu können; nicht wegen des Einflusses dieses Ereignisses auf das Billardspiel, sondern vielmehr, weil wir darin ein wesentliches Fortschreiten der Eisengießerei erbliken, welche uns schon so mächtige Vortheile gewährte, und uns deren noch unendliche schaffen wird. Die HHrn. Sharp, Roberts und Comp. zu Manchester verfertigen gegenwärtig, einer Mitheilung des Hrn. C. Toplis Esq. im Register of Arts 1831 Jul. S. 116 zu Folge, Billardtafeln, deren Betten aus mechanisch-geebnetem Gußeisen bestehen. Diese Betten besizen, wie Hr. Toplis versichert, im höchsten Grade die Eigenschaft vollkommen ebener Flächen, die noch den Vorzug haben, daß sie mit der Zeit weder einschrumpfen, noch sich werfen. Aus diesem Grunde erfordern diese Billardtafeln nicht eine immerwährende Berichtigung, die an den hölzernen, mit Tuch überzogenen Betten wenigstens alle 8 Monate nöthig ist. Alles Uebrige ist an diesen neuen Billards eben so eingerichtet, wie an den besten hölzernen. Diese großen, metallischen, auf das Genaueste geebneten Flächen sind, wie das Register bemerkt, ein schlagender Beweis der Vervollkommnung und Verfeinerung der Maschinen, mit welchen die Mechaniker nun im Stande sind ihren Arbeiten, wie groß |468| auch deren Ausdehnung seyn mag, die vollkommenste Genauigkeit zu geben; so daß die Größe der Gegenstände, die aus Gußeisen verfertigt werden sollen, nun kein weiteres Hinderniß für ihre strenge Genauigkeit ist.

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