Titel: Minter, Verbesserungen an Lehnstühlen
Autor: Minter, Georg
Fundstelle: 1831, Band 42, Nr. XV. (S. 33–34)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj042/ar042015

XV. Erfindungen und Verbesserungen an dem Baue und der Fabrikation von Stühlen, welchen der Erfinder den Namen zurüklegbare Lehnstühle beilegt, und auf welche sich Georg Minter, Tapezierer, Kunstschreiner und Sesselfabrikant, Princes-Street, Soho, Middlesex, am 9. Novbr. 1830 ein Patent geben ließ.

Aus dem London-Journal of Arts. Jun. 1831, S. 156.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

Dieser Stuhl ist ein Stuhl mit einer Rükenlehne für Invaliden an welchem sich der Siz hebt, wie die Lehne sich senkt, was durch ein eigens geformtes Gelenk hervorgebracht wird. Der Patent-Träger nennt diese Bewegung eine Balancirbewegung. In Folge dieser Vorrichtung bleibt der Rüken, in was immer für eine schiefe Richtung derselbe gebracht werden mag, so lang in dieser Stellung, bis der Siz wieder abwärts gedrükt wird, wodurch dann die Rükenlehne wieder ihre aufrechte Stellung erhält.

Fig. 28 ist eine Seitenansicht des Stuhles; Fig. 29 zeigt eine Seite des Gelenkes für sich allein; a ist der Siz, der wie gewöhnlich mit Wolle oder Roßhaar ausgepolstert ist; b ist die, auf die gewöhnliche Weise gepolsterte Rükenlehne; c ist das Gelenk, in welchem sich die Lehne bewegt; d ist ein hervorspringendes Stük, welches an der Basis der Lehne befestigt ist, und wie ein Hebel wirkt; an dem unteren Ende desselben befindet sich eine Walze, die sich unter den unteren Theil der Seitenleiste des Sizes begibt, um diesen zu heben, wie die punktirten Linien zeigen, indem sich der vordere Theil des Sizes bei o um ein Angelgelenk beben läßt. Je mehr die Lehne niedergedrükt wird, um so mehr erhebt sich der Siz, d.h. desto mehr wird er eine gerade Linie mit der Lehne bilden; drükt man hingegen mit dem ganzen Gewichte des Körpers auf den Siz, so wird derselbe niedergedrükt werden, und die Lehne dadurch wieder in ihre aufrechte Stellung kommen.

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Der Patent-Träger nimmt den Balancirhebel (balance-leverage) als seine Erfindung in Anspruch, durch welchen die Lehne und der Siz ohne irgend eine andere Vorrichtung jede Stellung behalten, in die sie durch den Druk des Körpers allein gebracht werden.

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