Titel: Jacquemart, über das Gerben gewisser Arten von Häuten
Autor: Jacquemart, François Constant
Fundstelle: 1831, Band 42, Nr. XXXVIII. (S. 126–127)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj042/ar042038

XXXVIII. Verbesserungen im Gerben gewisser Arten von Häuten, auf welche sich François Constant Jacquemart Esq., Leicester Square, Middlesex, am 20. October 1830 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Register of Arts. Junius 1831, S. 68.

Der Gegenstand dieses Patentes liegt in der Einführung eines Gerbungsprocesses, welcher sich auf die Häute kleiner Thiere, wie der Hasen, Kaninchen, Kazen und Seeratten anwenden läßt. Das von dem Patent-Träger angegebene Verfahren weicht jedoch nur darin von dem, bei dem Gerben gewöhnlich befolgten, Verfahren ab, daß er den gewöhnlich gebräuchlichen Gerbemitteln eine geringe Menge Opperment zusezt. 5–6 Unzen Opperment sind, nach seiner Ansicht, die geeignetste Menge für 100 Stüke oben genannter Felle.

Der Patent-Träger beginnt zuerst mit Abnahme der Haare von den Häuten, und entfernt dabei zuerst die langen und dann die kurzen Haare. Zur Erleichterung dieser Operation weicht er die Felle vorher in Wasser, welches mit einer geringen Menge Schwefelsäure schwach gesäuert wurde, oder in Kalkmilch; sowohl in der einen als in der anderen dieser beiden Flüssigkeiten läßt er die Häute so lange, bis die Substanz, welche die Haare an dem Felle festhält, zersezt ist. Nach der Abnahme der Haare weicht er die Häute wieder in Wasser, welches eine sehr geringe Menge Schwefelsäure enthält, um dadurch zu bewirken, daß dieselben auslaufen oder diker werden. Das Gerben geschieht durch wiederholtes Einweichen in Wasser, welches |127| Gerbestoff, der aus Eichenrinde, oder irgend einer anderen geeigneten Substanz bereitet wurde, aufgelöst enthält; dabei wird die Flüssigkeit jedes Mal verstärkt.

Der Patent-Träger nimmt das von ihm hier beschriebene Verfahren um die Häute kleiner Thiere zu gerben, und dieselben zur Verfertigung von Stiefeln, Schuhen, Handschuhen u. dergl. tauglich zu machen, als seine Erfindung in Anspruch.

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