Titel: Papps, über das Zurichten der wollenen Zeuge
Autor: Papps, Daniel
Fundstelle: 1831, Band 42, Nr. C. (S. 359–360)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj042/ar042100

C. Verbesserungen an den Maschinen zum Zurichten und Aufrauhen der wollenen Zeuge, auf welche sich Daniel Papps, Maschinenfabrikant zu Stanley End, Pfarre King Stanley, Grafschaft Gloucester, am 23. December 1830 ein Patent ertheilen ließ.

(Aus dem Repertory of Patent-Inventions. August 1831, S. 74.)

Diese Maschine, sagt das Repertory, ist mit einer Trommel versehen, die wie an den gewöhnlichen Maschinen mit Karden besezt ist, und durch das nöthige Geräth getrieben wird.

An vier Paaren aufrechter Wellen sind eben so viele Trommeln aufgezogen, die mit Bandrädern versehen sind; um jedes Paar der Trommeln drehen sich vier Riemen ohne Ende von eigener Einrichtung. An jedem dieser lezteren sind an ihrer äußeren Seite 6 aufrechte Metallstabe befestigt, deren untere Enden gabelförmig sind, und an welchen flache. Hölzerne Blöke angebracht werden, die so eingerichtet sind, daß sie eine Hand Karden fassen können. Die oben erwähnten Bänder ohne Ende bestehen aus Stüken oder Blöken Holz, welche durch metallene gegliederte Bänder, die in die innere Oberfläche der Büchse eingelassen und durch Nieten befestigt sind, mit einander zusammenhängen. Die Blöke haben an ihrer unteren Seite eine Aushöhlung zur Aufnahme der Karden, die auf die gewöhnliche Weise an denselben befestigt werden. Ist nun das Tuch, welches zugerichtet werden soll, auf die gewöhnliche Weise genezt, so wird dasselbe über eine Reihe von Walzen gezogen, und dann der Wirkung der, an der Oberfläche einer Trommel aufgezogenen, Karden ausgesezt. Hierauf läßt man dasselbe über eine andere Walze laufen, und dann über die Oberfläche eines elastischen Bettes, welches durch Borsten, die in einem hölzernen Bette befestigt sind, gebildet wird, und auf welchem es neuerdings durch die, an den erwähnten Holzblöken angebrachten, Karden aufgerauht wird. Dieses elastische Bett hat eine solche Größe, daß das Tuch dadurch der Wirkung jener Karden ausgesezt wird, welche in der einen Hälfte eines jeden Bandes ohne Ende enthalten sind, so daß dieselben von der Mitte des Tuches gegen die Sahlleisten hin wirken oder arbeiten. Das Tuch geht dann durch Rollen an ein Gewebe ohne Ende über, durch welches es neuerdings der Einwirkung der Karden ausgesezt werden kann.

Der Patent-Träger erklärt, daß er die Anwendung der Karden an Blöken, welche durch die beschriebenen gegliederten Bänder ohne |360| Ende getrieben werden, so wie die Construction derselben als seine Erfindung in Anspruch nimmt.

Das Register of Arts, welches im Aprilhefte S. 11 gleichfalls des Patentes des Hrn. Papp erwähnt, sagt, daß diese Erfindung sowohl im Principe als in der Operation mit jener des Hrn. Oldland übereinstimmt, und sich nur in der Form des Apparats ein wenig von dieser lezteren unterscheidet.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: