Titel: Eingemachte Runkelrüben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 42, Nr. XXVI./Miszelle 18 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj042/mi042026_18

Eingemachte Runkelrüben.

Hr. Verdun hatte die Idee aus Runkelrüben und süßem Weine eine wohlfeile Confiture zu bereiten, die mit dem Traubenmuße Concurrenz halten konnte, und sowohl für die Weinbauer, als für die Cultur der Runkelrüben vortheilhaft werden sollte. Viele Versuche scheiterten, da er in der Nähe von Paris nur schlechte Runkelrüben bekam, die wenig Zuker, dafür aber viel Schleim und viele salzsaure und salpetersaure Salze enthielten, welche dem Syrup einen unangenehmen Geschmak mittheilten. Endlich gelang es ihm jedoch ein Runkelrüben-Eingemachtes zu Stande zu bringen, welches dem Agriculteur Manufacturier Sept. 1830 S. 315 zu Folge sehr gut seyn soll. Sein Verfahren dabei ist folgendes: Er nimmt weiße, gute, zur Zukerfabrikation bestimmte Runkelrüben, wäscht sie, reinigt sie, und läßt sie in einen sehr feinen Brei verwandeln. Diesen Brei preßt er aus, wie es bei der Zukerfabrikation geschieht, und wäscht ihn dann 1 oder 2 Mal mit Wasser aus; das erste Wasser gießt er zu dem ausgepreßten Safte, den er dann in einem Kessel nach Achard's Methode läutert, eindikt und bei 30° klärt. Hierauf verkocht er den Brei in. diesem Syrupe, indem er so viel Brei zusezt, daß die Masse die gehörige Consistenz erhält. Nebenher bereitet er einen sehr gesättigten Traubensyrup, den man auch mit süßem Weine vermischen kann, und von dem man den eingemachten Runkelrüben so viel zusezt, als man nöthig und angenehm findet.

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