Titel: Ungeheurer Elektro-Magnet.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 42, Nr. LXI./Miszelle 5 (S. 216)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj042/mi042061_5

Ungeheurer Elektro-Magnet.

Die HHrn. Professor Henry und Dr. Jen Eyck verfertigten für das Yale College einen Elektro-Magnet, der ein Gewicht von 2063 Pfunden oder beinahe eine Tonne getragen haben soll. Der Magnet ist mit 26, mit Baumwollfaden überzogenen, gedrehten Tauen aus kupfernem Glokendrahte von 31 Fuß Länge umwunden. An jedem Ende desselben sind ungefähr 18 Zolle frei gelassen, so daß eigentlich nur 28 Fuß des Eisens umwunden sind. Die ganze Länge der Windungen zusammengenommen beträgt mithin 728 Fuß. Jedes Tau ist um etwas weniger als um einen Zoll gedreht; an der Mitte des Hufeisens bildet dasselbe drei Drahtdiken; gegen die Enden oder die beiden Pole hingegen ist es so gewunden, daß es 6 Diken bildet. Mit einer Batterie von 4 7/9 Quadratfuß trug dieser Magnet 2063 Pfunde, mit einer größeren Batterie wurden keine Versuche angestellt. Er machte ein Stük weiches Eisen so stark magnetisch, daß es 155 Pfunde aufhob. Wenn man zwei Batterien anwendete, wodurch die beiden Pole schnell umgekehrt werden konnten, hatte eine sonderbare Erscheinung Statt. Nachdem nämlich eine der beiden Batterien entfernt worden, blieb die Armatur, an der sich noch ein Gewicht von 89 Pfunden befand, aufgehängt, und fiel daher bei der Umkehrung der beiden Pole nicht herab. Diese Wirkung muß mithin in einem Augenblike Statt gefunden haben, denn sonst hätte das Gewicht herabfallen müssen, indem gewiß ein Moment vorhanden war, während welchem der Magnet keine Kraft besaß. Es wurden Versuche angestellt, mit diesem Magnete das Wasser zu zersezen; allein ohne allen Erfolg. (Aus Silliman's American Journal im Repertory of Patent-Inventions. September 1831. S. 151.)

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