Titel: Neue Methode Tintenfleke und Schriften auszuradiren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 42, Nr. LXXXV./Miszelle 16 (S. 312)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj042/mi042085_16

Neue Methode Tintenfleke und Schriften auszuradiren.

Bei der Vielschreiberei, welche sich unseres Zeitalters bemächtigt hat, wird es den Schreibergesellen auf den Kanzelleien sehr erwünscht seyn, von einer neuen Radirmethode zu hören. Es wurde nämlich im Mechan. Magaz. N. 426 S. 31 angegeben, daß man mit einem Stüke einer etwas mit Wasser befeuchteten, indischen Feile Tintenfleke eben so gut, wie mit einem Federmesser, und ohne das Papier im Geringsten zu verlezen, ausradiren kann. Leider sagt uns aber Hr. Baddeley in der darauf folgenden Nummer derselben Zeitschrift, daß dieß nicht ganz richtig sey, sondern, daß beim Radiren mit dem Federmesser die Oberfläche des Papieres in Pulver, beim Radiren mit der indischen Feile hingegen in Floken weggenommen wird. Die beste Methode zu radiren ist nach Hrn. Baddeley: man nehme ein sehr scharfes Messer, und bewege dasselbe schnell und ohne einen Druk auszuüben hin und her, bis der Flek oder die Schrift entfernt ist, und reibe dann diese Stelle einige Male mit einer trokenen indischen Feile, und glätte sie zulezt mit dem Messergriffe oder auf eine andere bekannte Weise. Bei dieser Methode soll man ziemlich gut auf der radirten Stelle schreiben können.

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