Titel: Entdekung lithographischer Steine in Italien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 42, Nr. CXVI./Miszelle 13 (S. 432–433)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj042/mi042116_13

Entdekung lithographischer Steine in Italien.

Die Italiäner, welche sich bisher ihren Bedarf an Steinen zur Lithographie aus Bayern kommen lassen mußten, und bei denen die Lithographie vorzüglich wegen dieses Mangels an Material bisher nur schwache Fortschritte machte, haben nun durch die Bemühungen des Hrn. Giov. Batt. Ragazzoni erfahren, daß sie selbst einen ungeheuren Vorrath der herrlichsten Steine besizen. Hr. Ragazzoni erstattete in der Sizung des Athenäums zu Brescia vom 14. August d. J. einen Bericht über seinen kostbaren Fund, aus welchem hervorgeht, daß die Steine, die sich am Monte Sasso, drei Meilen von Brescia, finden, in Hinsicht auf Härte, Dichtigkeit, Fähigkeit das Wasser einzusaugen, und einen gewissen Grad von Politur anzunehmen, die größte Aehnlichkeit mit den Steinen von Sohlenhofen haben; sie sind nur bedeutend weißer als diese, und werden erst durch längeren Einfluß der Luft gelblich. Die italiänischen Steine finden sich in schiefen, horizontalen, |433| gegen Norden geneigten Schichten; die gewöhnlich durch eine dünne Lage fetter und zäher Erde von einander getrennt sind; durch diese Zwischenlage wird die Ausbeutung der Steine bedeutend erleichtert. Die Lager erstreken sich von den Abhängen di S. Emiliano durch das Thal della Fantesina, wo sie die trokenen Hügel di Cellatica und della Stella bilden, bis in das Thal di Urago. Wir dürfen nun erwarten, daß die von Hrn. Filippini zu Brescia gegründete lithographische Anstalt schnelle Fortschritte machen wird. (Biblioteca italiana. August 1831, S. 251.)

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