Titel: Neues Brennmaterial für Dampfwagen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 42, Nr. CXVI./Miszelle 4 (S. 428)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj042/mi042116_4

Neues Brennmaterial für Dampfwagen.

Jezt, wo die Dampfwagen immer häufiger werden, wird auch das Bedürfniß eines Brennmaterials, durch welches die Reisenden nicht beständig mit Rauch gequält werden, immer fühlbarer. Man kam auf die gute Idee, das flüchtige Oehl, welches in den Harz- und Oehlgasfabriken in großer Menge gesammelt wird, hiezu zu benuzen, und der gute Erfolg dieser Idee ist nicht zu bezweifeln. Man benuzt gegenwärtig diese brennbare Flüssigkeit in den Oehlgaswerken zu Leeds statt der Kohle zum Heizen einer Bank mit vier Retorten, die in einer Stunde 600 Fuß Gas erzeugen; zwei Gallons flüchtiges Oehl reichen hin, um eine Stunde lang einen vollkommen gleichmäßigen Grad von Hize zu unterhalten, und dabei entsteht weder der geringste Rauch, noch irgend ein Gestank. Die Vortheile dieser Entdekung für die Dampfwagen läßt sich kaum berechnen; zu den größeren Vortheilen gehört z.B., daß 2 Gallons flüchtiges Oehl, die nur 16 Pfunde wiegen, eben so viel Hize hervorzubringen im Stande sind, als 112 Pfunde Steinkohlen oder Cohks, so daß folglich dadurch allein das Gewicht des Brennmateriales bei 8 Pfunden um 7 Pfunde vermindert wird! (Aus dem Leeds Mercury im Register of Arts, September 1831, S. 190.)

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