Titel: Wie sich Schlittschuhläufer vor dem Ertrinken sichern können.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1831, Band 42, Nr. CXVI./Miszelle 5 (S. 428–429)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj042/mi042116_5
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Wie sich Schlittschuhläufer vor dem Ertrinken sichern können.

Bereits vor längerer Zeit wurde in England den Schlittschuhläufern von einem ihrer Collegen der Vorschlag gemacht, ihre Hüte durch eine lange Schnur an einem Knopfloche zu befestigen, um durch dieses einfache Mittel ihre Rettung beim Einbrechen des Eises und bei entstehender Gefahr des Ertrinkens zu erleichtern. Der Hut wird nämlich auf der Oberfläche des Wassers schwimmen, er kann daher leicht aufgefangen und herausgezogen werden, wo dann der Körper des Untergesunkenen vermöge der an dem Knopfloche befestigten Schnur nachfolgen wird, und vollends gerettet werden kann. Ein Hr. Julius schlägt nun im Mechan. Magaz. N. 428 S. 59 eine Verbesserung dieses Verfahrens vor, durch welche er sogar das vollkommene Untersinken des Körpers verhindern zu können glaubt. Es soll nämlich, ihm zu Folge, ein Theil des Hutes luftdicht gemacht, und mit solchen Substanzen ausgefüttert werden, die der Einwirkung des Wassers widerstehen; ferner soll in diesem Hute so tief unten eine Scheidewand angebracht werden, daß beim Aufsezen desselben eben noch hinreichender Raum für den Kopf bleibt. Mit einem solchen Hute hofft der Erfinder den Kopf und den Mund eines im Eise Durchgebrochenen wenigstens so lang über dem Wasser zu erhalten, bis ihm Hülse geleistet werden kann. Der Hut soll zu diesem Zweke mit einem kurzen Bande oder einer Schnur an dem Roke oder an einem sonstigen zwekmäßigen Theile der Kleidung befestigt werden; und im Falle eines Unglüks soll ihn der Träger desselben in die Hand nehmen und unter das Wasser drüken, wodurch sein Kopf und sein Mund über dem Wasser erhalten werden wird. – Es scheint uns, daß hiebei sowohl an den Hut, als an den Verunglükten selbst, zu große Anforderungen gemacht werden.

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