Titel: Phillip's Verbesserungen an Pferdezäumen.
Autor: Phillips, John
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. XXVI. (S. 127)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/ar043026

XXVI. Verbesserungen an Pferdezäumen, auf welche sich John Phillips, zu Arnold, Grafschaft Nottingham, am 20. Febr. 1831 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Register of Arts. Octbr. 1831, S. 195.

Mit Abbildung auf Tab. II.

Die Aufgabe, die sich der Patent-Träger stellte, bestand in der Auffindung eines wirksamen Mittels, mittelst welchem man sowohl beim Reiten als beim Fahren die ungestümen und eigensinnigen Bewegungen eines stüzigen Pferdes meistern könnte. Er befestigt zu diesem Zweke an einer gewöhnlichen Knebeltrense (snaffle bridle), an jeder Seite des Pferdekopfes, zwei kleine Rollen: die eine in der Nähe der Ohren, die andere in der Nähe des Mundes. Durch diese Rollen läßt er eine Schnur laufen, die aus einem zugerundeten Riemen gebildet ist, und welche mit dem einen Ende an dem äußeren Ringe des Gebisses, mit dem anderen hingegen, nachdem sie über die Rollen gelaufen, an einem eigenen Zügel befestigt wird. Diesem Zaume nun legt der Patent-Träger den Namen Sicherheitszaum bei, indem derselbe eine bedeutende Vermehrung der Kraft bewirkt, und dadurch ein Mittel zum Bändigen der Pferde an die Hand gibt.

Man sieht diesen Sicherheitszaum in Fig. 18; a ist die obere Rolle, die hinter einer Rosette verfielt, und an dem Kopfgestelle eines gewöhnlichen Knebelzaumes angebracht ist; b ist die untere Rolle, die durch einen kurzen Riemen und einen Ring mit dem Ringe des Gebisses in Verbindung steht. Bei c ist der Sicherheitszaum an einen kurzen Riemen geschnallt, der von der unteren Rolle ausgeht, über beide Rollen läuft, wie man in def sieht, und dann an dem flachen Riemen g befestigt ist. Wird dieser Riemen nun mit der Hand angezogen, so werden die beiden Rollen gegen einander gezogen; und dadurch wird eine sehr kräftige Einwirkung auf den Mund des Pferdes entstehen.

Will man das Princip dieser Erfindung auf ein Handpferd anwenden, so kann man drei Rollen nehmen, wie man dieselben in Fig. 19 sieht, an welcher h, h den Sicherheitsraum vorstellt.

Der Patent-Träger nimmt die Anwendung von Rollen an den Zäumen und Zügeln der Pferde beim Reiten und Fahren als seine Erfindung in Anspruch.

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