Titel: Mason, Verbesserungen an den Achsen und Büchsen der Wagen.
Autor: Mason, W.
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. LX. (S. 269–270)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/ar043060

LX. Verbesserungen an den Achsen und Büchsen der Wagen, auf welche sich W. Mason, Achsenfabrikant zu Mangeret Street, Cavendish Square, am 24. August 1830 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Register of Arts. April 1831, S. 6.

Mit einer Abbildung auf Tab. V.

Hr. Mason besizt ein so ausgezeichnetes Talent und eine so große Leichtigkeit in der Auffindung von Mitteln, durch welche auch die kleinsten Fehler im Wagenbaue beseitigt werden können, daß wir bisher, was die Bequemlichkeit, Sicherheit und Schnelligkeit beim Reisen betrifft. Niemandem größeren Dank schuldig sind, als ihm. Wir haben im IV. Bande der ersten Reihe des Registers 76) seine sinnreiche Erfindung um die Endbewegung (end play) der Büchsen ganz zu verhindern und das Abgehen des Rades ganz unmöglich zu machen, beschrieben. Diese Erfindungen bezogen sich hauptsächlich auf die sogenannten Patent-Achsen, während gegenwärtige Verbesserungen vorzüglich auf jene Achsen, welche unter dem Namen Mailachsen (Mail-Axles) bekannt sind, Bezug haben, obschon einige derselben sich auch bei beiden Arten anwenden lassen. In Fig. 3 sieht man einen Theil einer Achse und ihrer Büchse mit Hrn. Mason's Verbesserungen. a ist der Büchsendekel, der zugleich auch einen Oehlbehälter c mit einem kegelförmigen Ende b bildet; dieses Ende paßt in den kegelförmigen |270| Theil g der Achse f, wenn diese in die Büchse e gebracht, und der Behälter c in d geschraubt wird. Das Oehl dringt nun aus einer Oeffnung in dem Ende des Behälters b in den hohlen Theil der Achse, gelangt dann durch die Oeffnung h aus der Büchse, und versieht die langen Behälter im Inneren der Büchse mit Oehl. Nach beiden Seiten von h weg, ist in die Achse gleichfalls eine sehr kleine Rinne geschnitten, damit das Oehl leicht über alle Theile, welche etwas zu tragen haben, vertheilt wird. Diese Vorrichtung, um die Theile schlüpfrig zu erhalten, ist offenbar auf beide Arten von Achsen anwendbar; der andere Theil der Erfindung des Patent-Trägers hingegen, dessen Zwek die größere Sicherheit des Rades und die Verhinderung der Endbewegung ist, durch welche das Oehl aus der Büchse entweichen, und Staub oder andere Unreinigkeiten in dieselbe gelangen könnten, beschränkt sich ausschließlich auf die Mailachsen, oder auf solche Achsen, welche mittelst Schrauben an ihrem inneren Ende in der Büchse erhalten werden. Nach dieser Erfindung nun werden drei Schrauben aus geschmeidigem Eisen in die drei Löcher (lugs) der Büchse gebracht, von denen man zwei bei nn sieht. Wenn die Achse in die Büchse gebracht wird, so paßt der kegelförmige Theil i in den Theil j, und erhält den ledernen Halsring zwischen i und k, während die lose Platte mm auf dieselben zu liegen kommt, und durch die Schrauben nn an dem Ende der Büchse befestigt wird. Auf diese Weise wird die Büchse durch das Seitenstük k, welches sich in dem hohlen Raume l bewegt, an ihrer Stelle erhalten, und das Rad durch die Platte mm verhindert abzugehen. Ehemals wurde diese Platte durch kurze Schraubenbolzen, welche durch dieselbe und die Löcher der Büchse gingen, befestigt: eine Methode, die wegen der großen Neigung durch das beständige Rütteln der Kutsche loker zu werden, fehlerhaft befunden wurde. Um diesem abzuhelfen, und das Abnehmen des Rades, wenn es nöthig ward, zu erleichtern, wurde die Hintere oder Rükenplatte durch lange Bolzen befestigt, welche durch die Nabe gingen, und an der äußeren Seite eingeschraubt wurden; allein auch diese Einrichtung fand man fehlerhaft, weil die Nabe durch die Bolzenlöcher und beim Abnehmen des Rades Schaden litt. Durch gegenwärtige Erfindung ist allen diesen Mängeln abgeholfen.

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Polytechn. Journal Bd. XXI. S. 397, XXIII. S. 215, XXV. S. 20.

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