Titel: Palmer's Verbesserungen in der Verfertigung von Kerzen.
Autor: Palmer, William
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. LXIV. (S. 283–284)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/ar043064

LXIV. Verbesserungen in der Verfertigung von Kerzen, auf welche sich William Palmer zu London, Wilson Street, Finsbury Square, am 10. Februar 1831 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Register of Arts. April 1831, S. 5.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Hr. Palmer schlägt vor, auf folgende Weise Kerzen zu verfertigen, die nicht gepuzt zu werden brauchen. Er bringt hiezu an dem |284| zehnten Theile der Faden, aus welchen der Docht besteht, eine Quantität fein zertheiltes metallisches Wismuth, oder salpetersaures Wismuth oder ein anderes ähnliches Wismuthpräparat an, und umgibt den, auf diese Weise zubereiteten, Theil des Dochtes mit anderen Faden, bis derselbe die Hälfte der Dike des Dochtes erreicht hat. Diesen Docht schneidet er dann in Stüke, die zwei Mal so lang sind als die Kerzen, zu denen er verwendet werden soll. Dann wird der Docht spiralförmig, in entgegengesezten Richtungen um einen diken Stahldraht gewunden, wie man in Fig. 5 sieht. An dem unteren Ende des Drahtes ist bei a ein Ausschnitt angebracht, in welchen die Mitte des Dochtes zu liegen kommt; sein oberes Ende ist in eine rechtekige Schlinge gebogen, durch welche die beiden Enden des Dochtes zusammengehalten werden, und mittelst welcher der Draht entfernt werden kann, wenn die Kerze fertig ist. Die übrige Bereitung der Kerze geschieht auf die gewöhnliche Weise durch Gießen oder Eintauchen.

Bei der Verbrennung der Kerzen, welche auf diese Weise verfertigt sind, krümmen sich die beiden Stüke des Dochtes nach verschiedenen Seiten, wie man dieß in Fig. 6 sieht; es wird ihnen mithin dadurch eine größere Menge Sauerstoff zugeführt, so daß die Verbrennung so lebhaft geschieht, daß sich keine kohligen Theile bilden, welche das Licht verhindern, oder das Puzen des Lichtes nöthig machen.

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