Titel: Ueber die Bereitung des gephosphorten Kalkes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. XV./Miszelle 10 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/mi043015_10

Ueber die Bereitung des gephosphorten Kalkes.

Dr. Coxe macht in Silliman's American Journal folgende Bereitungsart des gephosphorten Kalkes bekannt, die auch in dem Register of Arts Februar 1831, S. 287 bekannt wird. Er nimmt zwei hessische Tiegel, und zwar 2 innere Glieder eines Einsazes, bohrt durch den Boden des größeren ein Loch, und kittet in dieses eine Probirröhre von gehöriger Größe. Der Phosphor wird in diese Probirröhre gebracht, deren oberes Ende leicht mit einem Tiegelscherben bedekt wird, damit die kleinen Stüke ungelöschten Kalkes nicht in denselben hinein fallen können. Dann wird dieser Tiegel mit Kalk gefüllt, und ebenso zum Theile auch der obere kleinere Tiegel, der als Dekel dient, und mit etwas feinem, ein wenig befeuchteten Thone ausgekittet wird. In diesem Dekel befindet sich gleichfalls eine kleine Oeffnung, damit die Luft, und wenn es nöthig seyn sollte, der verflüchtigte Phosphor, durch dieselbe entweichen kann. Dieser ganze Apparat wird nun so auf den Rost eines Ofens gebracht, daß die Probirröhre durch denselben geht, und unter ihm zum Vorscheine kommt, und dann ein Kohlenfeuer um denselben gegeben. Der Phosphor kann, wenn es nöthig seyn sollte, dadurch kalt erhalten werden, daß man die Röhre in Wasser untertauchen läßt, welches in einem, an dem Ende einer Krüke angebrachten, zinnernen Gefäße enthalten ist. Ist der Tiegel und sein Inhalt durch und durch zum Rothglühen gekommen, so ersezt man dieses Gefäß durch ein Kohlenbeken, damit der Phosphor in Dämpfen in den Tiegel steigt, und das verlangte Präparat gibt. Dieselben Tiegel können öfter zu dieser Operation gebraucht werden.

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