Titel: Neue Einrichtung an den Eisenbahnen und an den Wagen, die auf denselben fahren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. XXXVI./Miszelle 5 (S. 152–153)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/mi043036_5

Neue Einrichtung an den Eisenbahnen und an den Wagen, die auf denselben fahren.

Das Repertory of Patent-Inventions, December 1831, S. 377 gibt aus dem New Monthly Magazine ohne alle Angabe des Erfinders folgende kurze Beschreibung einer neuen Verbesserung an den Eisenbahnen, die uns einer Mittheilung nicht unwürdig zu seyn scheint. Die Bahn wird durch eine gehörige Anzahl aufrechter Pfosten auf der erforderlichen Höhe in ebener und horizontaler Stellung getragen, und durch Bolzen oder andere Vorrichtungen bleibend befestigt. Die Pfosten sind fest in den Boden eingerammt, und werden durch zwekmäßige Stüzen in ihrer Stellung erhalten. Auf die horizontalen Riegel, aus denen die Bodenstüke der Eisenbahn bestehen, sind Lager aus geschmeidigem Eisen oder aus Gußeisen oder aus einem anderen geeigneten Materiale gelegt, die fest an ersteren befestigt sind und sich ihrer ganzen Länge nach erstreken. Diese Lager sind glatt und eben, und dienen zur Aufnahme der Wagenräder, die entweder mit einem vorspringenden Rande oder mit einer Rinne versehen seyn können Der Wagen besteht aus einem, aus zwekmäßigen Materiale, erbauten Gestelle, an |153| welchem mittelst Bolzen oder anderen Vorrichtungen Achsen aus geschmeidigem Eisen angebracht sind. Die Räder können aus geschmeidigem Eisen oder aus Gußeisen verfertigt, solid oder anders eingerichtet, und mit vorspringenden Rändern oder mit einer Rinne versehen seyn, mit welcher sie sich auf entsprechenden Oberflächen der Lager der Eisenbahn bewegen. An dem Boden des Wagens ist eine Kette befestigt die von demselben herabhängt, und nach Belieben länger oder kürzer gemacht werden kann. Am Ende dieser Kette befindet sich ein Haken, der zum Anhangen eines Kohlenkübels dient. An dem einen Ende der Eisenbahn ist mittelst gehöriger Vorrichtungen ein Krahn angebracht, der mit einer Kette oder einem Seile versehen ist, durch welches die Kohle aus dem Behälter auf den Wagen gehoben werden kann, und der entweder durch Pferde oder durch eine andere Kraft getrieben wird. Unter der Eisenbahn und unter dem Krahne befindet sich ein Ständer, der zwischen den Fuß geschoben, und mittelst Stiften oder Bolzen, die in Oeffnungen in den Pfosten passen, gehoben oder herabgelassen werden kann. Die Kohle wird in Kübeln mittelst einer an dem Krahne befestigten Kette auf den oben erwähnten Stander gehoben, von dem sie durch einen Gehülfen in den Wagen geschafft wird. Der Wagen wird mittelst Tauen, Rollen und anderen Maschinerien in Bewegung gesezt, und die unter demselben in Kübeln aufgehängte Kohle an den verlangten Ort gebracht, wo sie abgeleert wird, während der Wagen unmittelbar darauf mit leeren Kübeln zurükkehrt. Diese verbesserte Eisenbahn ist auch doppelt, so daß sich zwei Wagen parallel mit einander bewegen können, wo dann das mittlere horizontale Bodenstük zwei Lager hat, auf denen sich die inneren Räder beider Wagen bewegen. In diesem Falle wird der Krahn in die Mitte gestellt, so daß er beide Wagen versehen kann.

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