Titel: Thompson's Verbesserung an Pianoforte's.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. LXXIX./Miszelle 14 (S. 314–315)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/mi043079_14

Thompson's Verbesserung an Pianoforte's.

Hr. Jesse Thompson, in der City von New-York, ließ sich am 1. Octbr. 1830 ein Patent auf eine Erfindung oder Verbesserung an den aufrechten Pianoforte's geben, deren Wesen wir hier aus dem Franklin-Journal kurz mittheilen wollen, da die weitere Beschreibung ohne Abbildung undeutlich ist, wie das Repertory of Patent-Inventions 1831 Decbr. S. 341 sagt. Die Erfindung des Patent-Trägers besteht erstens darin, daß er die Tasten oder den Fingerhebel direct |315| auf den Fuß der Verbindungsstange wirken läßt, mit Hinweglassung der Federn und aller anderen Zwischengerathe. Durch diese mehr unmittelbare Einwirkung der Tasten oder des Fingerhebels auf die Hämmer, geht keine Zeit zwischen dem Griffe und dem Schlage verloren; ihre Wirkung läßt sich leichter controliren, der Schlag wird schneller und kräftiger, der Hammer kann sich nie sperren, entfernt sich weniger von den Saiten, und fordert eine geringere Tiefe des Griffes. Die Einfachheit dieser Einrichtung macht überdieß das ganze Instrument wohlfeiler, und weniger geneigt in Unordnung zu gerathen. Der Patent-Träger kann ferner in Folge dieser Erfindung, die Spanne zu 6 1/2 Zoll machen, ohne daß dadurch die Deutlichkeit und Schnelligkeit der Ausführung leidet. Auch kann die gewöhnliche Spanne der Octave beibehalten werden. – Der zweite Theil der Erfindung besteht darin, daß der Patent-Träger die Dämpfer unter dem Hammerriegel anbringt, wodurch sie mehr auf die Mitte der messingenen Saiten fallen, und dadurch deren Schwingung schneller und kräftiger hemmen.

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