Titel: Bentley's Bleichmethode.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. LXXIX./Miszelle 16 (S. 315)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/mi043079_16

Bentley's Bleichmethode.

Hr. David Bentley, Bleicher zu Pendleton in der Grafschaft Lancaster, erhielt am 21. Febr. 1828 ein Patent auf eine verbesserte Methode Leinen- oder Baumwollgarn und dergleichen Zeuge zu bleichen, in welcher wir jedoch nichts Neues finden können. Der Patent-Träger sagt nämlich in seiner Erklärung (London Journal of Arts, Julius 1831, S. 284), daß die Zeuge nach der gewöhnlichen Methode vor dem Bleichen ausgewunden werden, und in diesem strikförmigen Zustande in die Bleichflüssigkeit kommen, so daß sie in Folge dieses Verfahrens nicht ganz von der Bleichflüssigkeit durchdrungen werden, und mithin Fleken erhalten, die schwerer zu entfernen sind, als die ursprüngliche Farbe selbst. Er bringt daher sowohl die Leinen- als Baumwollzeuge ihrer ganzen Breite nach in die Flüssigkeit, indem er die Stüke an den Enden zusammenheftet, und sie auf Walzen aufrollt, von denen sie dann in voller Ausdehnung mittelst Riemen ohne Ende, und mittelst einer Reihe von Leitungsrollen durch mehrere Bleich- oder Waschgefäße gezogen werden können. Auf dieselbe Weise kann man auch die Gebünde Garn an einander binden, und dann weiter damit verfahren. Die bei dieser Methode nöthigen Apparate können sehr verschieden eingerichtet werden, so daß daher dem Patente keine Zeichnung beigefügt ist. Unsere Bleicher sehen hieraus, daß sie aus der Erfindung des Hrn. Bentley nichts lernen werden, was sie nicht ohnedieß schon seit langer Zeit wüßten.

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