Titel: Kaffee aus Runkelrüben.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. LXXIX./Miszelle 23 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/mi043079_23

Kaffee aus Runkelrüben.

Wir haben schon ein Mal in unserem Journale der Verwendung einiger Abfälle der Runkelrüben zur Erzeugung einer Art von Cichorien-Kaffee erwähnt, und wollen unsere Leser daher auch auf den Aufsaz des Hrn. Guillory über diese Fabrikation im Bulletin de la Société industrielle d'Angers Nr. 3 S. 154 aufmerksam machen. Es geht daraus hervor, daß der Kaffee, welcher aus gerösteten und gepülverten Runkelrüben bereitet wurde, weit mehr Aehnlichkeit (!) mit dem wahren Kaffee haben soll, als der Cichorien-Kaffee; und daß 1,5 Kil. Runkelrüben beiläufig 250 Gr. Kaffee geben. Da 1000 Pfund Rüben, welche 10 Franken gelten, 470 Pfund Kaffee geben können, so käme das Pfund Kaffee an roher Materie auf 6 Centimen, wozu man nur noch den Preis der Geräthschaften, des Arbeitslohnes und des Brennmateriales zu zählen braucht, um den Gestehungspreis dieser Art von Kaffee zu erhalten. Da man die Rüben im Ofen troknen kann, so braucht man keine weiteren Apparate, als einen Cylinder zum Brennen und eine Mühle zum Mahlen derselben. Wer Cichorien-Kaffee statt ächten Kaffee trinken will, wird daher eine große Freude an dieser Erfindung haben.

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