Titel: Ueber das Wachsthum des Nadelholzes in Litthauen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. LXXIX./Miszelle 33 (S. 302)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/mi043079_33

Ueber das Wachsthum des Nadelholzes in Litthauen.

Das Journal des voies de communication de St. Petersburg N. 14. enthält einen sehr interessanten Aufsaz des Ingenieur-Lieutenants, Hrn. Zavadovsky über das Holz und dessen Widerstand, aus welchem der Bulletin des sciences technologiques, April 1831, S. 278 einen Auszug gegeben hat. Da die Angaben des Hrn. Zavadovsky unseren Lesern theils aus unserem Journale, theils aus den älteren classischen Werken Duhamels und Buffons großen Theils bekannt sind, so beschränken wir uns darauf, ihnen die Resultate der Beobachtungen mitzutheilen, welche der würdige Graf Plater, dieser Buffon Polens, über das Wachsthum der Tannen in Litthauen anstellte. Diese Resultate gibt folgende Tabelle:

Zahl der
Beobachtungen.
Alter der
beobachteten Tannen.
Mittlerer
Durchmesser derselben.
Mittlere Höhe aus allen
Beobacht. entnommen.
Jahre Zolle. Sagenen.
74 30 7,44 3,6
78 60 8,94 6,8
34 90 13,1 9,8
21 120 16,3 beinahe wie bei 90 Jahren.

Hieraus geht hervor, daß die in den Marschländern wachsenden Tannen mit 30 Jahren gewöhnlich noch sehr dünn sind, daß dieselben von 30 bis zu 60 Jahren bedeutend an Höhe, nur wenig aber an Dike wachsen, daß sie von 60 bis zu 90 Jahren nach allen Dimensionen zunehmen, und endlich, daß von 90 bis 120 Jahren das Wachsthum in die Länge nur unbedeutend ist. Mit 140 Jahren sind die Stämme reif; sie erreichen aber ein Alter von 200 Jahren und darüber, was von der Lage der Waldungen und der Art des Bodens abhängt. Die Lage gegen Westen ist wegen der Winde und Regen die schlechteste. Die einzeln oder am Saume der Wälder stehenden Bäume werden meistens größer und stärker, ihr Holz hingegen ist gewöhnlich schlechter.

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