Titel: Temperance-Societies in England.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. LXXIX./Miszelle 4 (S. 311)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/mi043079_4

Temperance-Societies in England.

Das Mechan. Magaz. enthält seit einiger Zeit eine Reihe von langen Artikeln und Controversen über den Nuzen oder die Zweklosigkeit der Gesellschaften zur Verminderung der Trunkenheit, der sogenannten Temperance-Societies. Der Streit scheint dadurch veranlaßt worden zu seyn, daß die Gesellschaften eine Erhöhung der Taxen auf die geistigen Getränke verlangten, um auf diese Weise, durch die Beeinträchtigung des Beutels, jene von Trunkenheit zurükzuhalten, die der Schwäche des Fleisches nicht gehörigen Widerstand zu leisten vermögen. Dagegen erhoben sich aber die Staats-Financiers, indem sie ziemlich unverhohlen erklärten: die Nüchternheit der Unterthanen sey zwar ein gutes Ding, allein die Einnahme von beträchtlichen Tranksteuern sey ein noch besseres! Der Streit wird von beiden Seiten ziemlich lebhaft geführt, und hat jezt mehr eine philosophische und moralische, als finanzielle Richtung genommen. Der alte Streit, ob solche Laster, wie die Trunkenheit, von Natur aus angeboren, oder ob sie das Resultat einer schlechten Erziehung sind, ist hier wieder neu aufgeregt worden, bietet aber wenig neue Argumente dar. Interessanter ist die Untersuchung, woher es kommt, daß der Engländer, vom ärmsten Bettler bis zum üppigsten Lord, der Trunkenheit weit mehr ergeben ist, als der Franzose und als der Nordamerikaner. Da Vieles hierin auch für uns Deutsche wohl zur Notiz dienen könnte, so verweisen wir jene, die sich mit dergleichen Untersuchungen, so wie mit der Erziehung im Allgemeinen beschäftigen, auf diese Artikel.

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