Titel: v. Baaders verbesserte Eisenbahnen. Einige Fragen in Bezug auf das polytechn. Journal, Bd. XLI. Heft 1. S. 1.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. LXXIX./Miszelle 6 (S. 312)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/mi043079_6

v. Baaders verbesserte Eisenbahnen. Einige Fragen in Bezug auf das polytechn. Journal, Bd. XLI. Heft 1. S. 1.

Der königl. bayerische Oberbergrath etc. J. von Baader spricht sich dahin aus:

„Daß alle Versuche die Eisenbahnen als ein allgemeines Communicationsmittel etc. einzuführen scheitern werden, so lange es nicht dahin gebracht wird, diese (Eisen) Bahnen mit einem mäßigen Aufwande aller Orten mit derselben Leichtigkeit wie die gewöhnlichen Chausseen herzustellen, und das Fahren auf denselben in jeder Richtung eben so bequem wie auf diesen zu machen; mit Beibehaltung der bis jezt schon erhaltenen Vortheile in Hinsicht der Schnelligkeit und Leichtigkeit des Fuhrwerks, und mit Entfernung aller Mängel und Unbequemlichkeiten, welchen die Eisenbahnen und ihre Wagen in ihrem dermaligen Zustande noch unterworfen sind!“ – (Seite 6) und versichert (S. 12, 13 und 14) Erfindungen gemacht zu haben, wodurch alle angedeutete Desideranda erfüllt, die erwähnten Nachtheile, Gefahren etc. aber beseitigt würden! – Er will sich (S. 15 und 16) einer Prüfung – durch entscheidende – in einem hinlänglich großen Maßstabe angestellte Versuche unterwerfen, sobald er die Versicherung habe, nicht nur für die damit verbundenen bedeutenden Auslagen entschädigt, sondern auch für die Mittheilung seiner Erfindungen, nach hergestelltem Beweise ihrer Brauchbarkeit, auf eine anständige und der hohen Wichtigkeit des Gegenstandes angemessene Art belohnt zu werden. –

Gesezt diese Ankündigung und Aufforderung fände (mit vorläufiger Beseitigung mancher Bedenken, welche sich in ihr selbst erzeugen möchten) bei einer Landesregierung, oder einem reichen Speculanten, genügenden Anklang, um in nähere Unterhandlung a) wegen der Art und Weise der anzustellenden entscheidenden Versuche;

b) wegen des Betrages der ausbedungenen, anständigen und angemessenen Belohnung für die Mittheilung der erwähnten Geheimnisse etc. zu treten, so wird doch jeder Zeit die erste Frage – die seyn:

Wer soll entscheiden, – falls eine Differenz der Ansicht Statt fände, – ob die in einem großen Maßstabe angestellten Versuche genügend erwiesen haben, daß der Erfinder und Mittheiler alle Aufgaben vollständig gelöst hat, welche zu lösen er zugesagt??“

und dieser Punkt muß vollständig erörtert und verglichen seyn, ehe zu weiteren Unterhandlungen geschritten werden kann! –

Einsender Dieses glaubt den Hrn. O. B. v. Baader im Interesse der guten Sache ersuchen zu dürfen, sich über diesen wichtigen Präliminarpunkt öffentlich auszusprechen; wie auch, – so weit es angeht, ohne sein Geheimniß in Gefahr zu bringen, über den ungefähren Kostenbetrag jeder 1000 Rheinl. Ruthen – auf einer zu benennenden Wegstreke, z.B. vom Main zur Donau: – für die Anlegung resp. einer einfachen oder doppelten Eisenbahn; für Wagen von (10) Centner Ladung, incl. der Schwere des Wagens u.s.w. – indem jede Andeutung dieser Art die Neigung zum Unterhandeln befördern, und die Unterhandlung selbst demnächst erleichtern möchte.

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