Titel: Mittel gegen die Wurmkrankheit der Schafe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 43, Nr. CXIV./Miszelle 12 (S. 467)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj043/mi043114_12

Mittel gegen die Wurmkrankheit der Schafe.

Die Schafe leiden bekanntlich sehr oft an Eingeweidewürmern; ja ganze Herden werden oft in Folge schlechter Nahrung, schlechten Wassers und Mangels an Salz von diesem Uebel befallen. Die Thiere verlieren dabei ihren Appetit, magern am ganzen Körper ab, werden traurig und schleppen sich nur dahin, wobei der Körper gewöhnlich ganz zusammengebogen ist; zulezt erfolgt noch Durchfall, und dann häufig der Tod. Ein Pächter Neu-Englands fand das beste Mittel gegen dieses Uebel in der Aloë, die bekanntlich unseren größeren Hausthieren in Europa als ein vorzügliches Wurmmittel gegeben wird. Er nimmt eine halbe Unze gepulverte Aloë, mischt sie mit etwas Mehl, und macht mit Wasser einen Teig daraus, den er zu einer Kugel formt, und auf die Wurzel der Zunge des Schafes bringt, damit ihn dieses verschlingen muß. Auf einen solchen Bissen sollen Kothentleerungen und Abgang der Würmer in sehr großer Menge erfolgen. Schafe, die noch nicht viel von der Krankheit gelitten haben, und erst den Appetit zu verlieren anfangen, sollen durch eine viel geringere Dosis Aloë ganz hergestellt werden. (Recueil industriel. August 1831, S. 162.)

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