Titel: Jones, verbesserte Methode die Wandtaue der Schiffe einzuhängen.
Autor: Jones, J. J.
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. IX. (S. 57–58)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/ar044009

IX. Verbesserte Methode die Wandtaue der Schiffe anzuziehen. Von J. J. Jones, jun.

Aus dem Mechanics' Magazine. N. 429. S. 72.

Mit einer Abbildung auf Tab. I.

Das Anspannen der Wandtaue an den Schiffen geschieht gewöhnlich mit blinden Oehren (dead eyes) und Taljereepen (lanyard ropes). Diese Methode ist nicht bloß plump, sondern sie sieht auch schlecht aus, ist unbequem, und erfordert, wegen der Reibung eine öftere Erneuerung der Taljereepen. Manch Mal zieht man auch das Ende eines jeden Wandtaues rund um einen Ring oder Bügel oder durch ein Herz, welches sich in Rinnenplatten (channel plates) oder dem Bollwerke befindet. Allein auch hier leidet das Tau durch die Reibung, abgesehen von der großen Kraft, die hiebei zur Spannung nöthig ist.

Ich schlage nun vor, an dem Ende eines jeden Wandtaues eine beiläufig 3 Schuh lange Kette mit einem Ringe und mit einem Bügel in den Rinnenplatten anzubringen, wie man aus der rohen Zeichnung Fig. 14 ersehen wird. Will man ein Wandtau anziehen, so muß die Schraube A weggenommen, und dann das Querstük B durch den Ring am Ende des Wandtaues, und die Querstange C unter dem Bügel E durch das Oehr der Rinnenplatten D gestekt werden. Hierauf wird der Schraubenbolzen A angebracht, so wie man denselben in der Zeichnung sieht. Die Schraubenmuttern werden so lang mit dem Schraubenschlüssel angezogen, bis das Wandtau gehörig gespannt ist; und wenn dieß geschehen, wird der Riegel F durch den Bügel gestekt. Welches Glied der Kette auch hierdurch in den Bügel kommen mag, so läßt sich diese Vorrichtung zum Spannen dann wegnehmen, und an einem anderen Taue in Anwendung bringen.

Ich glaube, daß weder die Anschaffungskosten, noch das Gewicht |58| dieser Vorrichtung mehr betragen können, als an den gewöhnlichen Apparaten, durch welche die Taue so sehr leiden.

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