Titel: Whiting, Verbesserte Sägefassungen.
Autor: Whiting, Ebenezer
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. XXXVIII. (S. 171–172)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/ar044038

XXXVIII. Verbesserte Sägefassungen, auf welche sich Ebenezer Whiting zu Berkshire, Tioga County in New York, am 15. October 1830 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Register of Arts. Januar 1832, S. 307.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Die Sägefassung, deren ich mich bediene, wirkt nach dem Punz-Principe, und ist in den beigefügten Zeichnungen dargestellt. Fig. 27 zeigt dieselbe, so wie sie für Hand-, Panehl- und andere derlei Sägen geeignet ist. Sie hat einen Stiel, mit welchem sie in einem Schraubstoke, oder in einem hiezu bestimmten Loche in einer Bank festgestellt werden kann. Der Punzen (punch) wird von einer Feder getragen, die an der eisernen, mit dem Stiele gewöhnlich aus einem Stüke gegossenen, Stüze befestigt ist. Unmittelbar unter dem Punzen ist in das Eisen ein Stük gehärteten Stahles eingelassen, und dieses bildet das Bett, zwischen welchem und dem Punzen der Sägezahn steht, wenn er eingesezt wird. Als Leiter oder Führer für die Sägezähne dienen, so wie dieselben nach und nach eingesezt werden, zwei Stifte oder Drähte. Der Punzen wird so zugefeilt, daß die beiden Seiten, welche zwischen die Stifte kommen, einen spizigen Winkel bilden, und mithin der Form eines Sägezahnes entsprechen. Eine |172| Platte aus Messing oder einem anderen Metalle, auf welcher das Sägeblatt ruht, kann mittelst Schrauben, welche in den eisernen Theil des Gestelles, durch welches sie gehen, eingepaßt sind und sich in die Platte eindrehen, gehoben oder gesenkt werden. Auf dem Kopfe dieser Schrauben ruht eine gebogene Feder, welche dieselben in ihrer Lage erhält.

Fig. 28 zeigt dasselbe Princip, auf eine Sägmühle, Kerbsäge oder andere große Sägen angewendet. Die Stifte, welche die Zähne führen, sind in der Zeichnung nicht sichtbar, indem sie von dem Punzen verborgen werden. Sie gehen jedoch wie in dem vorhergehenden Falle von einem stählernen Bette oder Lager aus; der Punzen ist aber nicht zu einem spizigen Winkel zugesellt, sondern vierekig belassen. In seine vordere Fläche sind zwei Löcher zur Aufnahme der Stifte, und um dem Punzen Spielraum zu geben, gebohrt. Die Sage wird ferner durch zwei Schrauben und eine gekrümmte Feder regulirt. Auf dem Rüken befindet sich ein gußeiserner Blok, der als Griff dient, und beim Einsezen eines Zahnes zugleich den Schlag des Hammers unterstüzt.

Ich nehme bloß die Anwendung der beiden Stifte als Führer für die Zähne der Säge; die Einrichtung des eisernen Gestelles, in Folge welcher die Ränder, die die Schrauben enthalten, mit dem Körper des Instrumentes ein T bilden; die Eisenmasse, durch welche das Zurükweichen des Instrumentes beim Daraufschlagen mit einem Hammer verhindert wird; die Art und Weise, auf welche die Säge durch die Schrauben regulirt wird, und endlich die ganze Einrichtung zum Behufe der Hervorbringung der beabsichtigten Wirkung als meine Erfindung in Anspruch.

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