Titel: Ueber eiserne Stäbe zu Reifen für Wagenräder etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. LX. (S. 272–273)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/ar044060

LX. Beschreibung einer neuen Maschine, um eiserne Stäbe zu Reifen für Wagenräder, Fässer und dergl. zu bilden.

Aus dem Recueil industriel im Repertory of Patent-Inventions. März 1832, S. 158.

Mit einer Abbildung auf Tab. IV.

Diese Maschine, welche zu Lyon im vergangenen Jahr erfunden wurde, ist einfach in ihrer Bauart. Ein Correspondent, welcher dieselbe arbeiten sah, versichert uns, daß mittelst derselben zwei Männer in weniger als zehn Minuten eine 4 Zoll breite und 8 Linien dike eiserne Stange zu einem Radreifen biegen können, wozu ein Schmied auf die gewöhnliche Art mit dem Hammer wenigstens 2 oder 3 Stunden brauchen würde.

Erklärung der Zeichnung Fig. 13.

A, ein Gestelle von Eichenholz, worauf die Maschine befestigt wird.

B, ein gezahntes Rad von Gußeisen, 3 Fuß im Durchmesser, dessen Wellzapfen in ihren Unterlagen sich drehen.

CCC, drei Cylinder von Eisen rauh gegossen, 4 Zoll im Durchmesser, von welchen einer an der Achse des Rades befestigt ist. Jeder dieser Cylinder ist 12 Zoll lang.

DDDD, vier Paar eiserne Anwellständer, 18 Linien stark, welche dem Rade, den drei Cylindern, und dem kleinen Getriebe E zur Unterlage dienen, welches leztere in das Stirnrad B eingreift.

Diese Ständer werden an den horizontalen Schwellen des Gestelles |273| durch Schrauben befestigt, und können auf demselben näher zusammen oder weiter von einander gerükt werden, nach der krummen Linie, welche der Kreis des Reifens erhalten soll.

G, eine flache eiserne Stange, welche zwischen den Cylindern oder Walzen durchgezogen wird, um sie zu einem Reifen zu bilden.

H, eine doppelte Kurbel, welche von zwei oder vier Männern umgedreht wird, um das Rad und die Walzen in Gang zu sezen.

Mit dieser Maschine, wie sie hier im Profil dargestellt ist, können, nach einer mäßigen Berechnung, vier Radreifen von jeder Größe vollendet werden. Die eisernen Stangen müssen vorher in einem Schmiedfeuer bis zu einem schwachen Rothglühen gehizt werden. Nach der gewöhnlichen Verfahrungsweise müssen sie ganz roth glühend gemacht, und allmählich zur gehörigen Kreisform ausgeschmiedet werden, was eine Arbeit von wenigstens zwei Stunden erfordert, und wobei die Reifen nicht immer die genaue zirkelrunde Gestalt erhalten, welche ihnen durch die Walzen mit einem Male gegeben wird. Diese Verbesserung verdient allgemein bekannt zu werden.

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