Titel: Davies's verbesserte Holzhake.
Autor: Baddeley, William
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. LXV. (S. 288–289)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/ar044065

LXV.  Davies's verbesserte Holzhake. Von Wilh. Baddeley.

Aus dem Mechanics' Magazine N. 443. S. 328.

(Im Auszuge.)

Mit Abbildungen auf Tab. IV.

Die englischen Holzhaken hatten, außer verschiedenen anderen Fehlern, die Hr. Lardner in seiner Abhandlung über die englischen Eisen- und Stahlwaaren aus einander sezte, sämmtlich noch den Nachtheil, daß ihre Form, wenn auch das Material noch so gut seyn mochte, |289| zum Fällen und Hauen von Holz ungeeignet war. Dieser Nachtheil zeigte sich vorzüglich in den Niederlassungen, die die Regierung in Canada, Sierra-Leone etc. gründete; er war daselbst so groß und so fühlbar, daß aus den meisten dieser Gegenden Beschwerden und Klagen über die dahin gesendeten Haken einliefen.

An der bisher gebräuchlichen Hake, welche mit Recht die kielförmige genannt wird, sind sämmtliche Seiten, nach der Form des gewöhnlichen Keiles, ganz gerade und eben. Die Folge dieser Form war, daß die Hake bei dem ersten starken Streiche in dem Baume fest steken blieb, und daß, wenn man den langen Stiel derselben als Hebel benuzte, um die Hake wieder loszumachen, zuweilen die Axt selbst, weit häufiger aber der Stiel brach, wodurch sehr großer Zeitverlust entstand.

Nachdem nun die Klagen der Colonisten über diese Art von Haken immer häufiger geworden, schlug Hr. Francis Davies, vom königlichen Depot in Tooley-Street, im J. 1830 dem Comité ein andere, aber ähnlich geformte Axt vor, die auch sogleich von dem Ordonnanzamte als zwekmäßig anerkannt, und allgemein eingeführt wurde. An dieser verbesserten Hake sind nun alle geraden Linien sorgfältig vermieden, und dafür alle Seiten gewölbt; die erste große Krümmung erstrekt sich von dem Scheitel bis zur Schneide; die zweite von dem einen Rande zum anderen, so zwar, daß die Hake in der Mitte (Fig. 3 und 4 bei a) am diksten, nach allen Seiten hin, aber dünner ist. Dieß wird aus den beiden beigefügten Figuren, wie ich hoffe, deutlicher erhellen.

Eine solche Hake mag so stark als nur möglich, in den Baum eingetrieben werden, so wird sie doch jedes Mal leicht wieder entfernt werden können, weil der Baum sie nur an zwei kleinen Punkten fest fassen kann, und sie sich folglich leicht vorwärts und rükwärts bewegen läßt, ohne daß die Axt selbst, oder der Stiel eine Beschädigung erleidet.

Alle Holz- und Fällaxte oder Haken der englischen Regierung werden gegenwärtig nach diesem Modelle verfertigt, und bewähren sich auch als sehr zwekmäßig und tauglich. Es gibt 2 Sorten davon; die größere wiegt 7, die kleine nur 4 Pfunde.

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