Titel: Jaquier, Verbesserungen an den Maschinen zur Papierfabrikation.
Autor: Jaquier, Johann Jakob
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. LXXXIV. (S. 353–354)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/ar044084

LXXXIV. Verbesserungen an den Maschinen zur Papierfabrikation, auf die sich Johann Jakob Jaquier von Castle Street, Leicester Square, am 31. August 1831 ein Patent geben ließ, und die von dem Fremden, welcher ihm die Maschine mittheilte, Xeranothlipte genannt werden.

Aus dem Register of Arts. April 1832, S. 77.

Hr. Jaquier sagt als Einleitung zur Beschreibung seiner Maschine, daß an allen Maschinen, welche bisher zum Behufe der Verfertigung des endlosen Papieres erfunden wurden, und die mit den großen Drahtlinien versehen sind, wie man sie an dem ausgehobenen Papiere antrifft, daß an allen diesen Maschinen der Druk, dem man den Zeug zur Consolidirung aussezt, das Papier durch- und in Streifen schneidet, deren Breite der Entfernung dieser Linien von einander entspricht. Um nun diesem großen Uebelstande bei der Nachahmung des Schreibpapieres (laid paper) abzuhelfen, führt Hr. Jaquier das Blatt aus frischem Zeuge, welches sich auf dem endlosen Drahtgewebe befindet, über eine lange Reihe horizontaler Walzen, von denen es um den Hauptcylinder läuft, ohne einen Druk zu erleiden. Auf diesem weiten Wege zu dem Hauptcylinder hat das Papier durch das Abtroknen und durch die Erschütterungen der Maschine so viel Festigkeit erlangt, daß es nun einen geringen Grad eines elastischen Drukes, welcher durch eine kleine unter dem Hauptcylinder befindliche Walze hervorgebracht wird, auszuhalten vermag. Diese Walze ist mit mehreren Umschlages eines wollenreichen Tuches überzogen, zum Theil damit sie das Papier nicht von dem Model abnimmt, zum Theil aber auch, damit der Druk, welcher gegen die Drahte und das dazwischen befindliche Papier ausgeübt wird, mehr elastisch und gleichförmig wird. Durch die Operation dieser Walze erhält das continuirlich fortlaufende Blatt Papier so viel Stärke und Zähigkeit, daß es von dem Drahtgewebe abgenommen werden kann. Dieß geschieht auch unmittelbar darauf, indem das Papier auf dem Drahtgewebe mit einer Walze in Berührung kommt, die einen endlosen Filz führt, an welchen sich das Papier lieber als an das Drahtgewebe anhängt. Auf diesem endlosen Filze läuft nun das Papier fort, bis es zu anderen Walzen gelangt, die gleichfalls einen endlosen Filz führen, so daß das Papier auf diese Weise zwischen zwei Filzen gepreßt und getroknet wird, ehe es noch zwischen den gewöhnlichen Preßwalzen durchgeht, von denen es zwischen die Trokenwalzen gelangt.

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Die Erfindung des Patent-Trägers scheint dem Register einigen praktischen Werth zu haben; es hätte auch eine Abbildung derselben gegeben, wenn diese nicht eben so undeutlich wäre, als die Patent-Erklärung im Originale unverständlich ist.

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