Titel: Wie alter Gyps wieder brauchbar gemacht werden kann.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. XXX./Miszelle 15 (S. 154)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/mi044030_15

Wie alter Gyps wieder brauchbar gemacht werden kann.

Ein Hr. Belargent gibt im Journal des Connaissances usuelles nachstehendes Verfahren an, durch welches man alten Gyps wieder brauchbar machen kann. Man gibt in einen aufrecht stehenden Wasserbehälter mit einem einzigen Boden, welcher 40 Eimer zu fassen vermag, ein halbes Pfund Aezkalk, und sezt, wenn dieser Kalk sich ganz aufgelöst hat, 3 Liter Schwefelsäure zu. Nachdem nun dieses Wasser bis auf den Boden mit einem Stoke gut umgerührt worden, gießt man es in andere, mit altem Gypse gefüllte Fässer, in welchen dann die Wiederherstellung dieses Gypses innerhalb 2 Stunden vollendet ist. Will man das Wasser wieder brauchen, so muß man es wieder in seinen Behälter bringen, und die Dosen des zugesezten Kalkes und der Schwefelsäure erneuern. Man kann, anstatt das Wasser auf den Gyps zu gießen, auch Bassins anwenden, den Gyps in Körbe bringen, und ihn darin eine gleiche Zeit über begießen. Der Schaum, welcher sich hierbei bildet, muß entfernt werden, da derselbe der Güte des Productes schaden würde. Wenn der Gyps eine bestimmte Menge Wasser, beiläufig 1/6, eingesogen hat, so muß man dasselbe ersezen, ehe man ihm neue Säure und neuen Kalk zusezt. Der Gyps, den man so behandeln will, muß sehr troken seyn. Den nach obiger Weise bearbeiteten Gyps bringt man dann an einen trokenen, luftigen Ort, bis er seine Feuchtigkeit abgegeben hat, worauf man ihn auf irgend einem Herde troknen, und zulezt mahlen kann. Er kann nun wie der beste Gyps gebraucht werden. (Aus dem Bulletin d. Scienc. technol. Junius 1831, S. 89.)

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