Titel: Jones's eiserne Patenträder.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. XXX./Miszelle 4 (S. 149–150)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/mi044030_4

Jones's eiserne Patenträder.

Die eisernen Patenträder von Theodor Jones und Comp., die wir im Polytechn. Journal Bd. XXVIII S. 444 beschrieben, und deren Anwendung sich in England in neuerer Zeit, besonders seit den günstigen Resultaten, die die Versuche mit denselben auf der Steinbahn der Handelsstraße gaben, immer mehr verbreitete, wurden im vergangenen Octover im königlichen Arsenale zu Woolwich in Gegenwart vieler ausgezeichneter Officiere mehreren Versuchen unterworfen. Der Zwek dieser Versuche war auszumitteln, ob diese Räder für den Militärdienst der ostindischen Compagnie in Indien tauglich wären, und einen Vorzug vor den hölzernen Rädern darböten. Das Mechanics Magazine gibt in Nr. 445 einen Bericht |150| über diese Versuche, die sehr günstig ausfielen, und über welche sich Generalmajor Hardwicke und Oberstlieutenant Forrest in ihrem Berichte an die Compagnie folgender Maßen ausdrüken: „Aus den angestellten und angeführten Versuchen müssen wir den patentirten Rädern mit Recht folgende Vorzüge zugestehen: 1) sind sie stärker, werden bei Gefechten nicht so leicht untauglich, und splittern sich nicht, wenn sie von einer Kanonenkugel getroffen werden, 2) können die Räder, wenn auch zwei oder drei Speichen gebrochen sind, doch noch gebraucht werden, bis sich eine Gelegenheit zu deren Ausbesserung ergibt; während ein hölzernes Rad unter dergleichen Umständen für den Augenblik oder für immer ganz unbrauchbar ist; 3) sind die eisernen Räder nicht jenen Veränderungen ausgesezt, welche die hölzernen durch die Einwirkung des Clima's und der Jahreszeiten erleiden. Wir haben bei diesen Versuchen gesehen, daß ganz neue Räder, die einige Jahre im Magazine standen, ausgebessert werden mußten, ehe sie für den Dienst abgegeben werden konnten. Bei den eisernen Rädern des Hrn. Jones ist dieß nach langer Zeit noch nicht nöthig.“ Man fuhr mit 12 und 24 Pfündern in Trott und Galopp auf sehr unebenem Pflaster, und so schnell, daß die Räder oft mehrere Fuß weit sprangen, und daß die Deichsel ganz von der Laffete getrennt wurde, und doch erlitten die eisernen Räder nicht die geringste Beschädigung, während die hölzernen Räder bedeutend gelitten hatten. Auf sumpfigen Boden sanken die Patenträder ehe weniger tief als tiefer, als die gewöhnlichen hölzernen Räder ein.

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