Titel: Leistungen eines Gurney'schen Dampfwagens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. XLIX./Miszelle 1 (S. 227)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/mi044049_1

Leistungen eines Gurney'schen Dampfwagens.

Hr. Wilh. Crawshay, einer der größeren Eisenwerksbesizer in Wallis, gibt im Mech. Magazine Nr. 448, S. 409 einen Bericht über die jährlichen Leistungen eines Gurney'schen Dampfwagens mit röhrenförmigem Kessel, und benuzt diese Gelegenheit, um seine Meinung dahin auszusprechen, daß diese Art von Kessel wegen der Leichtigkeit und Wohlfeilheit des Baues, der Leichtigkeit der allenfalls nöthigen Ausbesserungen, des außerordentlich geringen Gewichtes, der großen Capacität Dampf zu erzeugen, und der geringen Gefahr unter allen bekannten Kesseln für Dampfwagen die zwekmäßigsten und tauglichsten seyen. Hr. Crawshay hatte von Hrn. Gurney einen Dampfwagen gekauft, der mit dem Wasser- und Feuermaterial-Vorrathe, den er nöthig hatte, wenn er sich in Thätigkeit befand, nur 35 Centner wog. Dieser Wagen führte vom Januar 1831 bis zum Januar 1832, ohne das Gewicht der Wagen in Anschlag zu bringen, 42,300 Tonnen Kohlen, Eisenerze und Eisen 2 1/2 Meilen weit auf der Eisenbahn, die Hr. Crawshay zu Hirwain errichtete. Er führte jedes Mal 20–30 Tonnen, je nachdem es die Umstände ergaben. Während dieser Zeit verbrauchte der Wagen 299 Tonnen Kohlen, welche, die Tonne zu 3 Schill, gerechnet, 44 Pfd. 17 Schill. kosteten. Der Lohn des Maschinisten betrug 52 Pfd., jeder des Gehülfen oder Knaben 15 Pfd. 12 Schill. Die ganze Ausgabe belief sich mithin, ohne die wenigen Ausbesserungen, die nöthig waren, das Oel und dergl. zu rechnen, auf 112 Pfd. 9 Schill; so daß folglich der Transport einer Tonne per Meile auf weniger als einen halben Kreuzer zu stehen kam. Hr. Crawshay bemerkt, daß die Maschine bei denselben oder nur wenig höheren Kosten auch das Doppelte hätte leisten können, indem sie, bloß um den Kessel voll zu erhalten, beinahe die Hälfte der Zeit umsonst arbeitete.

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