Titel: Verwandlung von See- oder Salzwasser in reines Wasser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1832, Band 44, Nr. XLIX./Miszelle 10 (S. 229–230)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj044/mi044049_10

Verwandlung von See- oder Salzwasser in reines Wasser.

Wie bereits unter den englischen Patent-Verzeichnissen erwähnt worden, ließen sich die HH. Thomas Westrup und William Gibbins von Bromley in der Grafschaft Middlesex am 20. Mai 1831 ein Patent auf Verwandlung des Salz- und anderen Wassers in reines Wasser geben. Die beiden Patent-Träger sagen in der Erklärung ihres Patentes, daß alle die vielen Versuche, die bisher auf den Schiffen in dieser Absicht gemacht wurden, vorzüglich deßhalb scheiterten, weil es |230| an wirksamen Mitteln fehlte, durch welche sich das Wasser, nachdem es in Dampf verwandelt worden, wieder verdichten ließ. Um nun diesen Zwek zu erreichen, bringen sie den Verdichter unter die Wasserhöhe des Schiffes; sie benuzen dadurch das Wasser, in welchem das Schiff schwimmt, als Verdichter. Nach ihrem Vorschlage wird an irgend einem geeigneten Theile des Schiffes unter der Höhe des Wassers eine geschlossene Schlangenkufe angebracht, in der sich die Schlangen-Windung befindet, welche mit einem den Schiffsherd umgebenden Dampfkessel in Verbindung steht. Die Schlangenkufe steht am Grunde sowohl als am Scheitel mit dem äußeren Wasser in Verbindung; durch die obere Oeffnung wird das wärmer und dadurch leichter gewordene Wasser austreten, während bei der unteren Oeffnung wieder kaltes Wasser nachdringen wird. So einfach diese Vorrichtung auch zu seyn scheint, so gibt es doch eine noch einfachere, und gleich wirksame. Man braucht nämlich nur die Dampfröhre von dem Kessel aus durch den Bauch des Schiffes nach Außen, und in der Nähe des Kieles wieder in das Schiff zu leiten, um auf diese Weise den Dampf verdichten, und das destillirte Wasser sammeln zu können. (Aus dem Register of Arts. Januar 1832, S. 301.)

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